Neustadt Neustadt: Zukunft von zwei Schulgebäuden unklar
Über 3,8 Millionen Euro will die Stadt 2019 in die Schulgebäude investieren. Hinzu kommen nochmals 1,6 Millionen Euro für Unterhalt und Ersatzbeschaffungen. Die Zukunft von zwei Gebäuden bleibt offen: der Eichendorffschule und der Realschule plus.
Vor dem Schulträgerausschuss präsentierte die Verwaltung am Donnerstag die Haushaltsansätze für 2019. Die Eichendorffschule geht fast leer aus. Für 8700 Euro werden neue Möbel angeschafft. „Wir prüfen, ob eine Erweiterung oder ein Neubau sinnvoller sind“, wie Dagmar Wolf-Matzenbacher, Chefin des Gebäudemanagements, erklärte.
Raumnot im Osten
Die Grundschule in Branchweiler hat aktuell 260 Schüler, ist von der ersten bis zur dritten Klasse vierzügig, in der vierten Klasse dreizügig, hat also 15 Klassen. Wegen der zahlreichen Neubauaktiväten im Osten der Stadt, unter anderem auf dem Sulo- und dem Raab-Karcher-Gelände, geht die Verwaltung davon aus, dass in ein paar Jahren vielleicht bis zu 20 Klassen untergebracht werden müssen. Da gleichzeitig auch die Ostschule und die Haardter Grundschule sehr gut besucht sind, gibt es beim Stadtplanungsamt auch die Idee eines Schulneubaus für die Innenstadt, um danach die Schulbezirke neu zuzuschneiden. Schuldezernentin Waltraud Blarr (Grüne) erklärte, sich bei dieser Frage auch mit der Schulabteilung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion abzustimmen. Bei der Realschule plus im Böbig sieht die Planung für 2020 vor, für 80.000 Euro einen Architektenwettbewerb zu starten. Für 1,2 Millionen Euro wurden Brandschutzmaßnahmen bereits in den vergangenen Jahren umgesetzt, um den Schulbetrieb aufrecht erhalten zu können. Eine Entscheidung, ob Neubau oder Sanierung, könne erst dann getroffen werden, wenn der Stadtrat die Grundsatzentscheidung getroffen habe, ob der Standort eine Realschule plus bleibe oder zu einer Integrierten Gesamtschule umgewandelt werde, so Wolf-Matzenbacher.
Um die IGS-Pläne kümmert sich der OB persönlich
Wie berichtet, hat das Land die IGS-Pläne mehrmals abgelehnt, unter anderem mit dem Hinweis auf die unzureichende Abstimmung mit den beiden Landkreisen. Waltraud Blarr erklärte sinngemäß, dass Thema sei Chefsache. Oberbürgermeister Marc Weigel stehe mit beiden Landräten darüber in Kontakt und wolle in der nächsten Schulträgerausschusssitzung berichten. Größte geplante Investitionen 2019 sind die energetische Sanierung der Grundschule Gimmeldingen (410.000 Euro), der weitere Umbau der Heinz-Sielmann-Schule (658.000 Euro), neue Toiletten für die Ostschule (245.000 Euro), die Erneuerung der naturwissenschaftlichen Räume beim Käthe-Kollwitz-Gymnasium (850.000 Euro) und die Schulhofsanierung des Kurfürst-Ruprecht-Gymnasiums (500.000 Euro). Für einen Großteil dieser Maßnahmen gibt es Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket des Bundes, weshalb sie bis 2022 abgeschlossen sein müssen. Derweil gibt es wieder Personalprobleme. Der zum 1. Mai eingestellte Klimaschutzmanager des Gebäudemanagements verlässt die Stadt wieder auf eigenen Wunsch zum Monatsende. Seine Nachfolge ist bereits ausgeschrieben.