Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Neustadt: Willkomm-Gemeinschaft möchte Digitalisierung und Öffentlichkeitsarbeit stärker berücksichtigen

Willkomm-Vorstand im Stadtrat: Sabine Omlor und Winfried Walther.
Willkomm-Vorstand im Stadtrat: Sabine Omlor und Winfried Walther. Archivfoto: Mehn

Die Willkomm-Gemeinschaft möchte den Standort Neustadt als Wohn-, Wirtschafts- und Kulturstandort weiter nach vorne zu bringen. Sie hat deshalb eine neue Strategie für die kommenden zwei Jahre entwickelt. Vorsitzender Winfried Walther erklärt im Gespräch mit RHEINPFALZ-Redakteur Steffen Gall, was es damit auf sich hat.

Herr Walther, die Willkomm-Gemeinschaft hat eine Strategie für die kommenden zwei Jahre entwickelt. Gab es eine solche festgeschriebene Strategie auch vorher schon?
Die Willkomm-Gemeinschaft definiert für sich regelmäßig ihr Selbstverständnis, ihre Position in der Stadt und dann auch die konkreten Aktionen und Projekte. Die letzte Strategiedefinition stammt aus dem Jahr 2016.

Warum war es an der Zeit, eine neue zu entwickeln?
Im Sommer wurde ein neuer Vorstand gewählt: Mit Sabine Omlor, Manfred Oesterle, Andreas Böhringer und mir haben sich vier Personen aus unterschiedlichen Branchen und Bereichen gefunden, die damit die ganze Bandbreite der Willkomm repräsentieren. Der neue Vorstand sieht sich in der Verantwortung, die strategische Positionierung der Willkomm zu überprüfen und für sich anzupassen. Es ist gut und richtig, dass ein neuer Vorstand auch sein Aktionsprogramm für seine Amtsperiode entwickelt und mit den Mitgliedern abstimmt.

Was ist zum Beispiel neu?
Es gibt einige neue Prioritäten. Eine ist die Berücksichtigung der Digitalisierung. Diese ist für alle unsere Mitglieder und für unseren Standort Neustadt sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance. Neu ist auch die verstärkte Berücksichtigung der Öffentlichkeitsarbeit. Bisher hat die Willkomm keine eigene Informationspolitik geplant. Es ging und geht auch weiterhin darum, die Mitglieder und ihr Angebot in den Vordergrund zu stellen. Aber wir haben gesehen, dass es auch notwendig ist, gegenüber der Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass es in Neustadt diese gelebte und aktive Gemeinschaft der Gewerbetreibenden und Kulturanbietern gibt. So können wir besser auf unseren Beitrag hinweisen und vor allem zur Mitwirkung einladen.

Und was sind die wichtigsten Eckpunkte der Strategie?
Klar ist, dass die Willkomm weiter die Interessensvertretung der Neustadter Wertschöpfung ist. Unsere Aufgabe ist, die Interessen und die Kompetenz der Neustadter Wertschöpfung gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zu vertreten. Dazu kommt die Information auch der Öffentlichkeit über das Selbstverständnis und den Beitrag der Willkomm-Gemeinschaft. Wir wollen weiter wachsen und auch die konkreten Vorteile einer Mitgliedschaft weiter ausbauen. Wichtig ist uns auch die Kooperation mit den relevanten Stellen der Stadtverwaltung. Insgesamt geht es uns weiter darum, den Standort Neustadt als Wohn-, Wirtschafts- und Kulturstandort weiter nach vorne zu bringen.

Steckt dahinter auch das Ziel, noch etwas professioneller zu werden?
Die Willkomm-Gemeinschaft arbeitet immer daran, besser und noch professioneller zu werden. Das sind wir unserer Stadt und unseren Mitgliedern schuldig. In den Bereichen interne Kommunikation, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit wollen wir noch besser werden. Inzwischen organisiert und unterstützt die Willkomm so viele Projekte und Aktionen, dass uns klar geworden ist, dass wir darauf hin arbeiten müssen, einen Geschäftsführer einstellen zu können. Bisher wird alles im Ehrenamt gemacht. Damit wir weiter erfolgreich sein können, sollte diese Arbeit aber durch einen hauptamtlichen Mitarbeiter unterstützt werden. Ich gehe davon aus, dass auch die Stadt die Notwendigkeit sieht, die Neustadter Wertschöpfung hierbei zu unterstützen.

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