Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Neustadt/Mußbach: Bei Neujahrsempfang Förderverein „Die Muschbacher“ ausgezeichnet

Ortsvorsteher Dirk Herbert (Vierter von links) mit dem geehrten Vorstand des Fördervereins „Die Muschbacher“.
Ortsvorsteher Dirk Herbert (Vierter von links) mit dem geehrten Vorstand des Fördervereins »Die Muschbacher«. Foto: Linzmeier-Mehn

Mußbachs Ortsvorsteher Dirk Herber ist optimistisch: In seinem Ausblick auf 2020 ging er beim Neujahrsempfang davon aus, dass sowohl das Ärzte- und Wohnhaus am Bahnhof als auch der Wohnmobil-Stellplatz endlich kommen.

Der Herrenhof Mußbach ist Schauplatz des traditionellen Neujahrsempfangs der Ortsverwaltung. Und auch in diesem Jahr waren wieder viele Gäste gekommen. Er sei überwältigt, freute sich Ortsvorsteher Dirk Herber am Samstagabend. In seiner Rede blickte der CDU-Politiker durchaus optimistisch in die Zukunft.

Das galt beispielsweise für das geplante Ärzte- und Wohnhaus am Bahnhof, für das ein neuer Investor gesucht werden muss. Aktuell laufen Gespräche mit einem Interessenten. „Es geht um die medizinische Versorgung des Neustadter Nordens“, unterstrich Herber.

Für ein anderes Mußbacher Problem, die gefährliche Situation für Radfahrer am Ordenswald-Kreisel, gebe es schon lange Verbesserungsvorschläge. „Die beschlossenen Maßnahmen müssen endlich umgesetzt werden“, forderte Herber die Stadtverwaltung auf. Optimistisch ist er auch, dass trotz einer Klage des Unternehmens Juwi keine Windkraftanlagen auf Mußbacher Gemarkung gebaut werden.

Positives statt Negatives

In seinem Jahresrückblick wollte der Ortsvorsteher einen Kontrapunkt setzen: Oft bleibe nur Negatives oder Dramatisches in Erinnerung, daher „will ich die schönen Augenblicke in Mußbach in Erinnerung rufen“. Dieser Ankündigung ließ er Taten folgen, bis er feststellen musste: „Meiner Tochter wird es langweilig, sie gähnt schon, ich beeile mich.“

Nicht fehlen beim Mußbacher Neujahrsempfang dürfen ein paar Bemerkungen zum Verhältnis zur Stadt. „Auch die Neustadter haben verstanden, dass es ohne Mußbach nicht geht“, kommentierte Herber, dass die Mußbacher Weinprinzessin Sandra Eder Co-Moderatorin beim Neujahrsempfang der Stadt war. „Wir lieben Neustadt, aber im Herzen sind wir Mußbacher“, beschrieb der engagierte Ehrenamtliche Fritz Wiedemann das Verhältnis. Auch das liebevolle Lob des Ortsvorstehers für „sein“ Mußbach ist fester Bestandteil des Neujahrsempfangs. „Mußbach hat eine großartige Dorfgemeinschaft, hier lässt es sich leben“, schwärmte er unter anderem.

„Die Muschbacher“ geehrt

Geehrt wurde mit dem Förderverein „Die Muschbacher“ eine Gruppe, die „immer unser Mußbach im Blick hat“, wie Herber sagte. Dazu gehört unter anderem Schmücken eines Osterbrunnens, Aufstellen des Kerwebaums, Organisation des Krönungsabends der Weinprinzessin und Seminare über Mußbach und Wein. Für dieses Engagement gab es für den Vorstand mit Christel Klohr an der Spitze den Mußbach-Pin.

Nicht nur Herber freute sich, dass der Festsaal voll war, sondern auch die Weinhoheit. „Schwups beginnt ein neues Jahrzehnt, aber irgendwie ist es halt doch ein bisschen wie immer“, stellte Sandra Eder fest, die die vergangenen zwölf Monate Revue passieren ließ. Auch die Mußbacher Faschingsprinzessin Samira I. wünschte ein frohes neues Jahr. Jens Barth begleitete den Empfang am Klavier, und die Chorgemeinschaft Mußbach sorgte für die Bewirtung.

Blumenladen helfen

Indes hatte der Ortsvorsteher vor dem Ende noch eine Bitte: bei der Suche nach neuen Räumen für das Geschäft „Blumen mit Stil“ von Michaela Fürst zu helfen. Denn für Mußbach „wäre es schön, wenn der Blumenladen im Ort bleiben könnte“.

x