Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Neustadt: Filmemacherin kommt mit „Magie der Wildpferde“ ins Roxy

Die bekannte Pferdetrainerin Sandra Schneider (Vox-Pferdprofis) ist eine der Protagonistinnen des Films.  Foto: Catamaranfilms
Die bekannte Pferdetrainerin Sandra Schneider (Vox-Pferdprofis) ist eine der Protagonistinnen des Films.

Pferde sind die große Leidenschaft der ursprünglich aus Dudenhofen stammenden Journalistin und Regisseurin Caro Lobig (26). Suerte, Glück auf Spanisch, heißt ihr eigenes. Doch das Größte sind für sie Pferde, die noch in freier Wildbahn leben. In den USA, Andalusien und Deutschland hat die Filmemacherin ihnen nachgespürt – und dabei nicht nur schöne Szenen eingefangen.

Neustadt. Auch wenn der Film, den sie am 8. Juni persönlich im Neustadter Roxy-Kino vorstellt, „Magie der Wildpferde“ heißt, das Paradiesische, das in diesem Titel anklingt, ist bedroht. Für viele wildlebende Pferde rund um den Globus schwindet der Lebensraum dramatisch. Ursache ist der Mensch, der sich immer mehr ausbreitet.

Lobig, die 2016/17 bundesweit als Undercover-Journalistin bekannt wurde, als sie für das Team Wallraff von RTL, Pflegemissstände bei der Lebenshilfe Speyer aufdeckte, hat ihren Pferdefilm zusammen mit ihrem Partner Timo Lendzion in ihrer eigenen Firma Catamaranfilms mit Sitz in Köln gedreht. Dort entstand 2015 auch schon „Aus Liebe zum Mustang“, der von drei Stuten handelte, die von drei deutschen Trainerinnen artgerecht ausgebildet wurden. „Grey Beauty“ und ihre Trainerin Sandra Schneider, bekannt aus der Vox-Serie „Die Pferdeprofis“, kommen auch jetzt wieder vor. Die Reise führt außerdem in das Ursprungsland der Mustangs, die USA, wo die Pferde per Helikopter in Gefangenschaft getrieben werden. „Die Tiere haben dabei Todesangst“, erklärt Lobig.

Ähnliche Szenen gibt es auch aus dem Süden Spaniens, wo der Bestand der Marismeña-Wildpferde kontrolliert werden muss. Daher werden sie einmal im Jahr zusammengetrieben und die Fohlen verkauft. Dass so ein Pferde-Management notwendig ist, um die Lebensgrundlage der Tiere zu sichern, betont auch Lobig. Sie plädiert aber dafür, dies so tierfreundlich wie möglich zu handhaben und weiß sich dabei einer Meinung mit Experten wie Sandra Williamson und Arien Aguilar, die auch im Film zu Wort kommen.

Eine weitere Protagonistin ist die junge Reiterin Simone Hage, die mit zwei Koniks – Wildponys aus Polen – und einem Border-Collie rund 1500 Kilometer von Bayern bis nach Dänemark zurücklegte. Die Pferde Coco und Luna waren noch sehr jung und wurden von Hage auf geduldige und liebevolle Weise fast spielerisch gezähmt. Für Lobig ist das das Ideal für alle Pferde, die nicht in freier Wildbahn bleiben können. „Für das Pferd ist der Mensch das Raubtier“, gibt sie zu bedenken.

Termin

Caro Lobig und Timo Lendzion stellen den Film „Magie der Wildpferde“ am Samstag, 8. Juni, im Neustadter Roxy-Kino vor. Der Film beginnt um 18.30 Uhr. Das Publikumsgespräch findet danach statt. Karten (12/11/8 Euro) unter 06321/ oder www.roxy.de. Weitere Infos zum Film finden Sie hier .

Beim Dreh in den USA: Regisseurin Caro Lobig.  Foto: Catamaranfilms
Beim Dreh in den USA: Regisseurin Caro Lobig.
Im Süden Spaniens folgten Caro Lobig und ihr Kameramann Timo Lendzion den Spuren der Marismeña-Wildpferde.  Foto: Catamaranfilms
Im Süden Spaniens folgten Caro Lobig und ihr Kameramann Timo Lendzion den Spuren der Marismeña-Wildpferde.
Simone Hage (18) ritt mit ihren beiden Konik-Ponys Coco und Luna 1500 Kilometer quer durch Deutschland.  Foto: Catamaranfilms
Simone Hage (18) ritt mit ihren beiden Konik-Ponys Coco und Luna 1500 Kilometer quer durch Deutschland.
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