Neustadt
Neustadt: Farben für Lärmschutzwände an Gleisen bestimmt

Fünf unterschiedlich lange Lärmschutzwände wird die Deutsche Bahn AG im August 2020 in Neustadts Stadtteilen aufstellen. Auch Neustadter Künstler sollen sich verewigen dürfen, wie der Stadtrat am Dienstagabend beschlossen hat.
Seit 1999 stelle der Bund jedes Jahr Geld für die Lärmsanierung an Schienen zur Verfügung. Nun komme die Stadt Neustadt in den Genuss, Geld zu erhalten, hieß es in der Beschlussvorlage. Die geplanten Wände sind zwischen 50 und 1400 Meter lang und werden in den Stadtteilen Schöntal und Winzingen sowie in der Vorstadt aufgestellt. Bei den drei Meter hohen Wänden werde eine „zurückhaltende Farbigkeit angestrebt, um Ruhe ins Stadtbild zu bringen“, heißt es.
Künstler dürfen sich einbringen
Die Lärmschutzwände waren bereits im Innenstadtbeirat Thema, der jedoch keine Empfehlung zur Farbgestaltung abgeben wollte. So verlagerte sich die Diskussion in den Stadtrat. Andreas Böhringer (SPD) könne sich, angelehnt an das Stadtwappen, schwarz-gelbe Paneele vorstellen. Laut Vorlage sollen an drei bis vier Stellen graue Paneele verbaut werden, auf denen sich Künstler mit Neustadter Motiven „austoben“ dürfen. Die Kosten der Gestaltung liegen bei der Stadt. Florian Hofmann (Grüne) schlug vor, die Lärmschutzwände für Graffiti-Künstler freizugeben.
Bepflanzung erwünscht
Die Wände veränderten die Stadt „brutal“, sagte Rainer Grun-Marquardt (Grüne). Er sprach sich für eine Bepflanzung aus. Volker Lichti (CDU) war der Meinung, Efeu oder wilder Wein wären für Insekten von Vorteil.
Böhringer beantragte, den 1100 Meter langen Abschnitt in Winzingen nach dem Vorbild der Stadt Bad Bellingen zu gestalten – jedoch nicht in Grün-, sondern in Blautönen. Das fand Anklang bei der Ratsmehrheit. Die Verwaltung empfiehlt verschiedene Muster.