Neustadt
Neustadt: Förderverein Museum zählt immer mehr Mitglieder
Der Förderverein Museum der Stadt Neustadt hat ein reges Vereinsleben. Das wurde bei der Mitgliederversammlung im Sportheim Hildenbrandseck in Königsbach deutlich. Nach wie vor steige die Mitgliederzahl, die inzwischen auf 332 angewachsen sei, wie die Vereinsvorsitzende Helga Willer stolz verkündete.
Allerdings nahmen an der Mitgliederversammlung des Fördervereins nur zirka 30 Menschen an der Versammlung teil. Eine positive Bilanz zog die Vorsitzende Willer beim Rückblick auf das laufende Jahr. Sie hob die gut besuchten Mittwochstreffs hervor. Wichtig sei dem Verein die Öffentlichkeitsarbeit und das Ziel, die Jugend an das Museum heranzuführen sowie den Standort Villa Böhm zukunftssicher zu gestalten. Ihr Dank galt dem Vereinsteam, Museumsleiterin Birgit Merkle und neuen Spendern.
Infotafeln zu Belvedere
Einen Kassenbericht, der einmal mehr einen Überschuss aufweist, legte Schatzmeister Johannes Weingart für das Jahr 2018 vor. Seitens des Vereins kümmert sich Hiltrud Funk intensiv um die Sanierung des Belvederes der Villa Böhm, ein eingeschossiger Bau mit Terrasse und Balustrade am östlichen Ende des Eingangs in der Maximilianstraße. Die promovierte Pädagogin hob hervor, dass die Stadt auf Anregung des Vereins beabsichtige, hier eine Ausstellung über die Geschichte der Villa und des Parks mit Infotafeln einzurichten. Diese Tafeln werde der Verein finanzieren, worüber sich Kulturdezernent und Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer erfreut zeigte.
Helfferich: Gutachter einladen
In der anschließenden regen Diskussion schlug ein Mitglied vor, zum Thema Karl-Helfferich-Straße und die umstrittene Persönlichkeit des Namensgebers einen neutralen Gutachter einzuladen, damit im Verein „mit der Logik des Faktischen“ sachlich darüber diskutiert werden könne. Dazu wies Kurt Werner darauf hin, dass im Archiv der Gedenkstätte bereits zwei Gutachten vorlägen. In diesem Zusammenhang stellte Bürgermeister Röthlingshöfer die Frage: „Wie gehen wir mit der Vergangenheit um?“
Helga Willer ging auch auf die kommenden Themen der Mittwochstreffs ein: So spricht Professor Remmert-Ludwig Koch am 6. November über den Maler Fritz Wiedemann. Am 4. Dezember ist das Spiel „Weihnachten am Hofe König Ludwigs I. und in der armen Pfalz“ zu sehen.
Museum zwei Monate zu
Auch das Programm des ersten Halbjahres 2020 liegt bereits vor: Miklos Spanyi spielt am 26. Januar, 11 Uhr, im Neorokokosaal auf dem historischen Tafelklavier. Beim ersten Mittwochstreff am 5. Februar stellen Anni und Walter Motsch ihren Reisebericht über Äthiopien vor. Über die moderne Seidenstraße spricht Graf von Borries am 4. März. Wegen der Parksanierung bleibt im April und Mai das Museum geschlossen, und die Mittwochstreffs fallen aus. Danach spricht Werner Schreiner am 3. Juni über „Industriegeschichte und Entwicklung des Lambrechter Tales.“