Neustadt Neustadt: Bald 100 Arbeitsplätze bei 8com
Datenspezialist bleibt mit seiner neuen Zentrale in der Stadt
„Ein großer Erfolg für die Neustadter Wirtschaftspolitik.“ Mit diesen Worten stellte Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer gestern beim Spatenstich für den Neubau der 8com GmbH & Co. KG heraus, wie wichtig es auch für das Image der Stadt sei, dass der weltweit engagierte Spezialist für Datensicherheit seine neue Zentrale im Gewerbegebiet Naulott erstellt. „Das sind aktuell 50 hochqualifizierte Arbeitsplätze in einer Branche, die täglich an Bedeutung gewinnt“, so Röthlingshöfer. Wie am Montag berichtet, ist der Neubau auf 100 Mitarbeiter ausgelegt. 8com-Geschäftsführer Götz Schartner will sich an seinem Versprechen messen lassen, dieses Wachstum binnen fünf Jahren zu vollziehen. Er räumte ein, wegen der besseren digitalen Infrastruktur einen Standort in Mannheim oder Karlsruhe präferiert zu haben, sei aber von seiner Frau Sandra und Mitgesellschafter Jürgen Schollmeier, dem zehn Prozent der Anteile gehören, davon überzeugt worden, Neustadt treu zu bleiben. 8com war 2004 im Keller des Privathauses der Schartners in Lachen-Speyerdorf gegründet worden, nutzte später mit drei Mitarbeitern einen Wintergarten und zog 2007 als Mieter in die Neustadter Wallgasse. Schartner nannte ein Gesamtinvestitionsvolumen von nahezu fünf Millionen Euro für die Europastraße, unter anderem finanziert durch die Volksbank Kur- und Rheinpfalz und die Sparkasse Rhein-Haardt. Die Schifferstadter Heberger GmbH wird das Gebäude bis Sommer 2019 erstellen. Es bekommt eine Fotovoltaik-Anlage und zwei Ladestationen für Elektroautos. Der Kernbereich werde als Hochsicherheitstrakt mit Eingangsschleusen errichtet, um sensible Daten von Kunden zu schützen. Auch klassische Einbrecher sollen so keine Chance haben. Ein Lounge-Bereich für die Mitarbeiter soll die Arbeitszufriedenheit erhöhen. Götz Schartner regte an, alle Akteure mit Kompetenz für künstliche Intelligenz in der Region, womit er das Saarland und die Uni-Standorte Kaiserslautern und Karlsruhe konkret nannte, besser zu vernetzen, damit auch Neustadt von der Zukunftstechnologie profitiere. Jeder Arbeitsplatz in der Branche ziehe zweieinhalb weitere Arbeitsplätze in unmittelbarer Nähe an.