Neustadt Neustadt auf klimafreundlichen Pfaden
In Neustadt werde schon sehr viel für eine nachhaltige Entwicklung getan, nennt die Beigeordnete Waltraud Blarr (Grüne), als Ergebnis der Bestandsanalyse zu Beginn der Aktivitäten als Modellkommune des Projekts „Sustainable Development Goals“ (SDG), also „nachhaltige Entwicklungsziele“.
Blarr ist Koordinatorin des Projekts, ihr Stellvertreter ist der Klimaschutzmanager Marcel Schwill. Auch zum Kernteam gehören ausschließlich Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Tochtergesellschaften der Stadt. Ehrenamtliche, Vertreter von Vereinen und Initiativen aber auch andere Bürger sollen über die beiden Zukunftswerkstätten einbezogen werden, so Blarr.
17 Nachhaltigkeitsziele
Bei der Bestandsanalyse haben die Mitarbeiter des Kernteams Aktivitäten aus allen Bereichen der Verwaltung aufgelistet, die den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen entsprechen. So sind beim SDG-Ziel „keine Armut“ beispielsweise die Projekte Soziale Stadt Branchweiler und Soziale Stadt Böbig sowie die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick aufgeführt. Zum SDG-Ziel „Bildung“ werden unter anderem Kindertagesstättenbedarfsplanung, Schulentwicklungsplan und das Bildungsbüro der Stadt genannt. Bau von Nahwärmenetzen, Klimaschutzmanager und Solarkataster sind einige der Aktivitäten zum SDG-Ziel „bezahlbare und saubere Energie“. Zum SDG-Ziel „Klimaschutz“ werden unter anderem Klimaschutzkonzept und Photovoltaikanlagen auf Gebäuden der Stadt und der Stadtwerke aufgeführt.
Ziel ist auch gesellschaftliche Teilhabe
Gemeinsam mit dem Beratungsbüro Kobra aus Landau sei dann eine Analyse der Stärken und Schwächen der Stadt im Bereich nachhaltige Entwicklung erstellt und daraus Handlungsfelder für die weitere Arbeit bei dem Projekt festgelegt worden, berichtet Schwill. Diese Handlungsfelder sind gesellschaftliche Teilhabe für alle, nachhaltige Stadt- und Gewerbeentwicklung, globale Verantwortung und nachhaltiger Konsum, nachhaltige Mobilität, Klimaschutz sowie Natur und Umwelt.
Auf den vorhandenen Aktivitäten könne man weitere aufbauen, und außerdem könnten neue entwickelt werden, so Blarr. Wie sie berichtet, haben sich das Kernteam und die Steuerungsgruppe auch schon Gedanken über die Leitlinien und Ziele gemacht. Bei der Zukunftswerkstatt könnten noch zusätzliche Ideen und Vorschläge gemacht werden.
Danach sollen dann konkrete Maßnahmen festgelegt werden, erläutert Schwill. „Das muss nicht unbedingt etwas ganz Neues sein, manchmal reicht es auch, Bestehendes anders anzugehen“, so Blarr. Als Beispiel nennt sie, dass für Gewerbe- und Wohnbebauung nachhaltige Kriterien verbindlich festgelegt werden könnten.