Neustadt Neuer Bau prägt Ortseingang
Nach einjähriger Planung und erstem Spatenstich im Mai vergangenen Jahres hat das Weingut Bergdolt-Reif & Nett in Duttweiler gestern Richtfest gefeiert: Der Rohbau des neuen Gebäudes am Ortseingang steht. Ende Juli soll der Umzug sein.
„Das ist der Platz, den wir schon lange brauchen“, sagt Winzermeister Christian Nett. Der neue Bau mit einer Gesamtfläche von etwa 3.800 Quadratmetern verändert die Ansicht der Dorfeinfahrt nachhaltig. Bauleiterin Tina Norheimer von der Frigo-Construction GmbH aus Fußgönheim ist zufrieden, „dass es gelungen ist, die drei Baumaterialien Fichten-Brettschichtholz, Betonfertigteile als Tragkonstruktion und Bimsbetonteile baulich so gut miteinander zu verbinden“. Geheizt werde mit Gas. Der Bimsbeton mit seinen Poren sorge für Schallschutz und ein angenehmes Raumklima, erklärt Bodo Burgey von der gleichnamigen Firma aus Göllheim. Das Holz bilde stützenfrei über eine Länge von weit über zwanzig Metern tragfähige Decken, erklärt der „Zeremonienmeister“ des Richtfestes, Johannes Lederbauer von der Firma Wiehag aus Österreich. Entstanden ist bisher der Rohbau zweier Hallen mit überdachtem Zwischengang und teilweiser Holzumhüllung. Die Winzerfamilie will in der nach Süden ausgerichteten Wohnung leben. In den Hallen werden Verkaufs- und Büroräume, Holzfassraum und Weintankareal eingerichtet. Flaschenlager und Lagerbereich werden ebenfalls integriert. Im Zwischengang sollen Saisonarbeiten, beispielsweise nach der Weinernte, und Abfüllungen stattfinden. Über die Dachkonstruktion wird ebenso Licht in die Räume geleitet wie durch die noch einzubauenden, gebäudehohen Fensterflächen. Das restliche freie Gelände soll nach Abschluss der Bauarbeiten teilweise als Ausgleichsfläche und Parkplatzzone angelegt werden. Ursprünglich war das gesamte Grundstück verpachtetes Ackerland. „Wir werden auch Reben auf dem Gelände pflanzen, so können die Kunden beim Weinkauf sehen, wie weit die Trauben gerade gereift sind“, erklärte Nett. Gastronomische Angebote, Verpachtung oder Unterkunft für Feriengäste seien in dem neuen Domizil nicht geplant, die Familie will sich weiterhin ausschließlich dem Weinbaubetrieb mit dem Schwerpunkt Flaschenweinverkauf widmen. Im alten Weingut in der Dudostraße 24, das weiter von Verwandten bewohnt werde, entfalle nun ständiges Umräumen. Dort sollen Maschinen abgestellt werden, erklärt Nett. Außerdem werde er keine Lagerhallen mehr anmieten müssen. (aew)