Neustadt „Nadelstiche, die nicht sein müssen“

Placeholder-Image

Neustadt. Erst wollte Rudi Benkler reden, dann lieber schweigen und sich auf seine neue Aufgabe beim VfL Neustadt konzentrieren. Doch nun, da er nach wie vor mit Bemerkungen konfrontiert werde, die nicht der Wahrheit entsprächen, hat sich der 39-jährige Trainer dazu entschlossen, aus eigener Initiative ein Statement abzugeben. Thema: das Ende seiner Zeit in Deidesheim und die neue Aufgabe an der Haidmühle. Vor allem geht es ihm um seinen Kompagnon Michael Doll.

Mit ihm hatte er die TSG Deidesheim bis in die Bezirksliga geführt. Benkler hörte auf, Doll machte alleine weiter – und wurde wegen Erfolglosigkeit entlassen. Die Begleitmusik stört Benkler, vor allem seit öffentlich wurde, dass er und Doll beim VfL angeheuert haben. „Für mich ist es ein Skandal, was mit Micky gemacht wird“, sagt Benkler, „jeder sollte vor seiner eigenen Haustür kehren.“ Benkler stößt sauer auf, dass „immer wieder von neuer Ordnung und Disziplin die Rede“ sei, seit Markus Humbert das Trainerzepter in Deidesheim schwinge. „Das sind Nadelstiche, die nicht sein müssen. Wären Ordnung und Disziplin die ganze Zeit nicht da gewesen, wären wir nicht zweimal aufgestiegen“, sagt Benkler. „So etwas nimmt man sich nicht raus. Da sollte man einfach sagen: Okay, eine Ära ist zu Ende gegangen, jetzt beginnt eine neue.“ Doll sei zudem der einzige gewesen, der ihn während der ganzen Zeit in Deidesheim unterstützt habe. „Er war immer an meiner Seite, hat immer geholfen, hat immer meinen Frust abbekommen. Das jetzt hat er nicht verdient.“ Nach eigener Aussage bekommt Benkler immer wieder auch zu hören, er habe nur beim VfL Neustadt angeheuert, um der TSG „eins auszuwischen“ und werde nun versuchen, in Deidesheim Spieler abzuwerben. Das aber sei völliger Humbug. „Wenn ich etwas mache, dann nicht mit halbem Herzen“, sagt Benkler, „und wer mich kennt, der weiß, dass ich ein recht gutes Netzwerk habe und nicht sechs Mann aus Deidesheim holen muss, um eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen.“ Fortan werde man zur Causa TSG von ihm nichts mehr hören. „Die Sache ist jetzt für mich beendet.“ |aboe

x