Neustadt Nach Brückenabriss Stillstand

Die Brücke über die Bahnlinie in Deidesheim ist abgerissen. Jetzt aber besteht neuer Beratungsbedarf.
Die Brücke über die Bahnlinie in Deidesheim ist abgerissen. Jetzt aber besteht neuer Beratungsbedarf.

Kompletter Stillstand herrscht zurzeit beim Brückenbau an der Eisenbahnlinie in der Niederkirchener Straße in Deidesheim. Die Baumaßnahme sollte ursprünglich bis zur Kerwe im August abgeschlossen sein. Doch jetzt sind neue statische Berechnungen nötig geworden.

Beim Abriss der maroden Brücke blieben die Seitenwände des Bauwerkes aus Sandstein stehen. Lediglich der Überbau, die Brückentafel, sollte ersetzt werden. Damit werde eine Straßenbreite von neun Metern erreicht. Der Rückbau sei gut gelaufen, meint Fachbereichsleiterin Nina Lill von der Verbandsgemeinde Deidesheim. Doch dann habe man veränderte Ausgangsbedingungen vorgefunden, die eine neue Prüfung erforderten. Der Zustand des Mauerwerkes sei anders als geplant und Verstärkung erforderlich. Ein Gutachter vor Ort und neue statische Berechnungen seien gefragt. Durch die zusätzlichen Arbeiten könne der Kostenrahmen von mehr als 200.000 Euro nicht eingehalten werden. Die Eigentümerin des Geländes, die Stadt Deidesheim, stemme die Summe aus dem Haushalt, mit Unterstützung des Landesbetriebes Mobilität. Da die neuen Umstände die Baukosten um mehr als die üblichen Abweichungen in die Höhe treiben würden, müssten die zusätzlichen Gelder vom Stadtrat genehmigt werden, sagt Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU). Das werde in der nächsten Ratssitzung am 13. Juni beraten. Die Stadt strebe an, das Projekt weiterzuführen und wünsche Gespräche mit der Deutschen Bahn. De Brücke hat der Stadt bereits hohe Unterhaltskosten beschert. Sie war zuletzt nur eingeschränkt nutzbar. Endgültig hofft man laut Verwaltung auf Abschluss des Projektes bis zum Jahresende. Der schlechte Zustand der Brücke war bei einer fälligen Hauptprüfung aufgefallen. Sie erhielt schon im Jahr 2006 von einem Statiker die Note 3,4 . Note vier würde bedeuten: nicht mehr standsicher. Es wurde zunächst das Befahren der Brücke eingeschränkt, um sie nicht zu sehr zu belasten. Es durften nur noch Fahrzeuge mit maximal 2,8 Tonnen Gewicht die Brücke überqueren. Außerdem wurde die Geschwindigkeit auf 20 Stundenkilometer beschränkt. Zuvor war bereits die Fahrbahn mit Leitschwellen eingeengt worden, damit nicht Fahrzeuge gleichzeitig in beide Richtungen fahren konnten.

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