Neustadt Morschenbergbrücke ist morsch
Die Morschenbergbrücke in der Nähe des Edenkobener Hüttenbrunnens ist sanierungsbedürftig. Der Pfälzerwald-Verein Edenkoben ist bereit, sie wieder instand zu setzen.
Auf den Zustand der Brücke hatte der Natur- und Denkmalwart der Edenkobener Ortsgruppe des Pfälzerwald-Vereins bei der Versammlung des Bezirks Haardt-Süd hingewiesen. „Da könnte man doch ein schönes Gemeinschaftsprojekt daraus machen“, so Rolf Wachowski, „zusammen mit dem zuständigen Revierförster“. Handwerklich begabte Vereinsmitglieder hätten angeboten, ihre Arbeitskraft ehrenamtlich einzubringen, wenn das Material gestellt und die Haftungsfrage geklärt werde. „Ein alter Brückenpionier aus Speyer, kann das nicht nur praktisch, sondern könnte auch die Leitung übernehmen“, meint Wachowski. Revierförster Rainer Northoff begrüßte die Bereitschaft und das Interesse seitens der PWV-Ortsgruppe Edenkoben, die von ihm 2001 gebaute Brücke instand zu setzen. „Damit hat das Projekt große Erfolgschancen, da erfahrungsgemäß der Aufwand für Material der geringere Teil ist.“ Für bauliche Anlagen im Gemeindewald haftet als Grundstückseigentümer die Gemeinde Kirrweiler. Die Morschenbergbrücke ist ein Holzsteg mit Geländer, der über die Morschenbergquelle führt. Sie liegt im Vorderwald auf einem Wanderweg, der vom PWV Edenkoben betreut wird. Man habe inzwischen vereinbart, dass die Edenkobener Pfälzerwälder die Brücke komplett abreißen und neu bauen. „Die Ortsgruppe hat im Jahr 2011 bereits den Gehbelag dieser Brücke in der Nähe des Edenkobener Hüttenbrunnens erneuert“, erklärt Northoff. „Sanieren bringt jetzt aber nichts mehr“, der Gehbelag sei wieder morsch, das Geländer komplett abgefallen, die Längsträger 16 Jahre alt. Die Gespräche über Materialbebeschaffung seien bereits im Gange; die Kalkulation belaufe sich auf geschätzt 200 bis 300 Euro. Die Finanzierungskosten für Längsträger, Beplankung und Geländer seien über das Budget für Erholungseinrichtungen im Forstetat der Gemeinde Kirrweiler abgedeckt, für das vom Gemeinderat ein Betrag von 500 Euro im Jahr 2017 beschlossen wurde. „Unsere beiden Fachleute Peter Krebs und Günther Hans werden den Sachstand an der Brücke in Kürze begutachten“, so der Natur- und Denkmalwart. „Sobald Materialbeschaffung und Vorbereitungen abgeschlossen sind, können wir unser Arbeitsteam zusammenstellen und Einsatztermine absprechen.“ „Eine tolle Sache“, kommentiert Revierförster Rainer Northoff, und auch der Kirrweilerer Ortsbürgermeister Rolf Metzger zeigt sich zufrieden: „Wir unterstützen das als Gemeinde gerne, und dass dies ein Gemeinschaftsprojekt ist, finde ich besonders gut.“ |aeth