Neustadt Mittwochstreff: Vortrag über Architekt Ludwig Levy

Neustadt. Mit einem Vortrag über den Architekten Ludwig Levy (1854–1907), von dem unter anderem die Pläne für die Villa Böhm stammten, in der das Neustadter Stadtmuseum beheimatet ist, beginnt der Museumsförderverein in der nächsten Woche die Reihe seiner Mittwochstreffs in diesem Jahr. Referent ist Klaus-Dieter Köehler, Professor für Architektur und Bauingenieurwesen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.
Unter dem Titel „Ludwig Levy – Architekt der Vorderpfalz“ befasst sich Köehler mit dem Baumeister, der als Sohn eines jüdischen Textilhändlers in Landau geboren wurde und ab 1870 am Polytechnikum Karlsruhe studierte. 1882 eröffnete er ein eigenes Architekturbüro in Kaiserslautern. Ab 1886 übte er eine Lehrtätigkeit an der Baugewerkschule Karlsruhe aus, ab 1902 war er Bautechnik-Referent im badischen Innenministerium. Levy gilt als bedeutender Vertreter des Historismus in Südwestdeutschland und dem Elsass. Beispiele für seine Tätigkeit sind die heute leider größtenteils zerstörten Synagogen in Kaiserslautern, Straßburg, Rastatt, Baden-Baden und Pforzheim, aber auch repräsentative Privatbauten wie die Villa Streccius in Landau, die Villa Ritter in Kaiserslautern, den Burckshof in Gimmeldingen und die Villen Lieberich-Merkel und Dacqué (später Böhm) in Neustadt. Aber auch zahlreiche Kirchen und große öffentliche Bauten wie die Ministerialgebäude an der heutigen Place de la République in Straßburg und das Polizeipräsidium in Mannheim gingen auf Levys Pläne zurück. Köehler geht zudem auch auf die im Frühjahr bevorstehenden Restaurierung des Belvedere im Park der Villa Böhm ein. Termin Der Vortrag beginnt am Mittwoch, 1. Februar, um 16 Uhr in der Villa Böhm. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter 06321/84007 oder helga.willer@t-online.de. |hpö