Neustadt
Mittlerweile angekommen
„Wir haben lange nach einem bezahlbaren Haus an der Weinstraße gesucht“, sagt Bianca Fricke-Werthmüller. Die Familie hatte in Niederkirchen gewohnt, im Gastrobereich in Deidesheim gearbeitet und landete dann per Zufall in Königsbach, weil dort Angang 2020 ein erschwingliches Haus zu haben war.
Nachdem sie und Ehemann Thomas Werthmüller zunächst mit der Renovierung und dem Familienzuwachs, dem mittlerweile zehn Monate alten Jakob, beschäftigt waren, sind sie mittlerweile im Dorf angekommen. „Ich organisiere seit Kurzem die Krabbelgruppe“, berichtet die Hotelfachfrau. Außerdem wurde das kleine Nachbarhaus dazugekauft und wird nun an Feriengäste vermietet.
Spielplätze begeistern
Was die Mutter Bianca Fricke-Werthmüller besonders schätzt, sind die „zwei tollen Spielplätze“ von Königsbach. Da sie keinen eigenen Garten hätten, seien sie jetzt außerdem stolze Nutzer eines nahen Schrebergartens, in dem auch schon etwas Gemüse wachse. Was fehle, seien Arzt, Metzger und Bäcker am Ort. Die müssten sie sich im Umland suchen. „So ein Tante-Emma-Lädchen als Gemeinschaftsprojekt mit weiteren Königsbachern fände ich toll“, sagt Fricke-Werthmüller.
Die Nachbarschaft erlebten sie als freundlich, offen und hilfsbereit, meint Thomas Werthmüller, der mittlerweile als Koch in Lambrecht arbeitet. Seine Frau freut sich, dass die elfjährige Tochter Emilia Freunde gefunden hat. Ihr Mann Thomas schätzt die passablen Busverbindungen, mit denen auch seine Stieftochter prima in die Schule komme. Vielleicht werde jetzt eines der beiden Autos durch ein E-Bike ersetzt. „Ich habe eine Zeit lang in einem kleinen, bayerischen Ort gelebt, da war der öffentliche Nahverkehr deutlich schlechter“, sagt er lachend. Mit einem Auto weniger habe man auch nicht mehr das Parkproblem, wenn die Müllabfuhr komme. Derzeit müssten sie den Termin genau im Blick haben, um vorher die Straße an ihrem Haus frei zu machen.
