Neustadt Mit neuen „Schiffen“ auf Kurs voran
Die Lebenshilfe will rund 700.000 Euro in einen Anbau an ihrem Weingut an der Dürkheimer Sägmühle stecken, um die vor zwei Jahren abgebrannte Fahrzeughalle zu ersetzen und neue Sozialräume zu schaffen. Der künftige Gruppenraum soll bis zu 50 Menschen aufnehmen und ist erforderlich, weil die Weinbauabteilung in den letzten drei Jahren nach Angaben von Betriebsleiter Jan Hock zehn zu betreuende Mitarbeiter neu aufgenommen hat.
Hock, der aus Deidesheim stammt, und Werkstättenleiter Paul Friedek sprechen von einem attraktiven Arbeitsplatz für die Mitarbeiter. „Vom Feld über den Keller bis zur Vermarktung wird sonst nur noch bei der Lebenshilfe in Trier gearbeitet“, sagt Friedek. Der Zulauf sei generell nach wie vor extrem, meint der 51-Jährige, seit 2009 im Haus. Schon vor zwei Jahren habe man daher über Perspektiven nachgedacht und beschlossen, den ganzen Betrieb zu erweitern. Echt expandieren kann der LH-Weinbau am Standort jedoch nicht, da Isenach und B 37 auf zwei Seiten, die Wingerte des Nonnengartens auf der dritten Seite die Barrieren bilden. „Es wäre schon schön, wenn wir noch einen Hektar Fläche hintendran hätten“, sinniert der Betriebsleiter. Der Anbau muss sich aber nach den Gegebenheiten richten und soll mit rund 240 Quadratmetern Grundfläche (plus 80 für eine Halle) in Form zweier weiterer Schiffe östlich an die dreischiffige Kubatur des Hauptgebäudes angepasst werden, dass 2005 errichtet wurde. Was von der Freifläche auf der Rückseite für den Neubau weggenommen wird, „fehlt uns als Stellplatz oder für die Traubenverarbeitung“, sagt Hock – der heute 30-Jährige kam 2011 zusammen mit Kellermeister Martin Fußer (33, Niederkirchen) in den Betrieb. Daher wird sich der Anbau auch nicht über die ganze Länge des Haupthauses erstrecken können, weil sonst die Traubenannahme verschoben werden müsste. Die Baupläne werden derzeit vom Architekturbüro Sander Hofrichter in Ludwigshafen im Detail erarbeitet, danach soll der Bauantrag gestellt werden. „Wir hoffen, dass wir im Sommer 2017 anfangen können“, sagt Friedek. Und wann fertig sein? „Am liebsten im Herbst“, sagt Hock und lacht. |psp