Am Rande der Bande RHEINPFALZ Plus Artikel Mit dem Grill-Fahrrad zum Klapprad-Cup

Hans Bleck grillt Radwürste an seinem Grillfahrrad.
Hans Bleck grillt Radwürste an seinem Grillfahrrad. Foto: Dean

Klapprad-Cup: Radwurscht vom Grill-Fahrrad

Gewusst wie: Die Radwurscht ist nicht etwa eine Erfindung allein für den Kalmit-Klapprad-Cup – obwohl dieses ganz besondere Radrennen eine solche spezifische Wurst auf jeden Fall verdient hätte. Die Idee ist im Hunsrück geboren worden, verrät Hans Bleck aus Cochem. An der im Wald liegenden Hängeseilbrücke Geierlay hätten sich schon viele Gastronomen ansiedeln wollen. „Und wir bringen unsere Wurst auf dem Grill-Fahrrad“, erzählt der findige Brutzler, wie er auf den Namen gekommen ist. 2018 sei er zum ersten Mal beim Klapprad-Cup gewesen, „und wir sind da wohl ganz gut angekommen“.So hat er sein Grillfahrrad auch diesmal auf die Kalmit hochgefahren, um nahe dem Ziel Bratwürste von Wildschweinen aus dem Hunsrück zu grillen. Sein Fahrrad sei zwar ein E-Bike, doch habe er es im Kleintransporter hochgebracht, gesteht er schmunzelnd. Kein Wunder, den „beladen sind wir 200 Kilogramm schwer“. Und damit niemand Bleck die Radwurscht stibitzen kann, hat er 2018 den Namen beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen lassen. (sab)

SV Geinsheim: Die alten Trikots sind weg

„Die Trikots schmeiße ich eigenhändig weg. Am liebsten würde ich die Trikots der Ib-Mannschaft holen.“ Ein Mitglied des SV Geinsheim traut seinen Augen nicht, als es die Landesliga-Fußballer im jüngsten Heimspiel gegen den SV Geinsheim aufs Feld laufen sieht: Nur „Geinheim“ ist auf dem Rücken eines Spielers zu lesen. Das „s“ ist längst abgeblättert. Auch so manche Rückennummer ist nur zu erahnen. Die beflockten Shirts haben offensichtlich schon so manche Runde in der Waschmaschine gedreht. „Als wenn wir nichts anderes hätten.“ Der Geinsheimer schüttelt den Kopf. Doch die Geinsheimer Kicker haben den Gästen aus Büchelberg einfach einen Gefallen getan, sind diese doch nur mit dunkelblauen Jerseys angereist. Aber auch die Gastgeber wollten in Dunkelblau spielen. „Wir waren alle schon umgezogen, haben unsere blauen Trikots getragen“, erzählt Stürmer Kilian Sturm.

Weil aber Büchelberg keinen Ersatz dabei gehabt habe, sagt Geinsheims Trainer Rudi Brendel, hätten seine Spieler die alten weißen Hemden aus dem Schrank im Vereinsheim geholt und übergestreift. „Die neuen weißen Trikots sind bestellt, aber noch nicht da“, verrät Brendel. Weder er noch Sturm wissen, wer letztlich die Entscheidung getroffen habe, die uralten Jerseys zu holen. „Als die damit rauskamen, war ich selbst erschrocken“, gesteht der Trainer. Übrigens: Die alten Trikots sind inzwischen weg. Laut SVG-Coach Rudi Brendel haben die Spieler sie fürs Training bekommen.

Fakt ist auch, dass die Gäste ihren Dress hätten wechseln müssen - wenn sie denn andersfarbigen Ersatz dabei gehabt hätten. Dass Büchelberg schließlich beim 3:1-Sieg auch noch drei Punkte auf dem Sportplatz am Wäldchen bekommen hat, war in der Geinsheimer Gastfreundlichkeit vermutlich nicht eingeplant ... (sab)

JSG Haßloch: Mal Gelb-Schwarz, mal Blau oder Weiß

Auch die Trikots der vor der Saison erst gegründeten Fußball-Jugendspielgemeinschaft von 08 und VfB Haßloch sind noch gewöhnungsbedürftig – vor allem für eingefleischte Anhänger des 1. FC 08 und des VfB Haßloch. Ungewohnt war beispielsweise, dass beim Terrassenfest der 08er im August, bei dem wie immer auch alle Jugendmannschaften vorgestellt werden, mit den C-Junioren ein Team in den gelb-schwarzen Trikots des VfB einlief. Kurios ist sicherlich auch, dass die A-Junioren ihre beiden ersten Heimspiele auf dem VfB-Gelände in 08-Trikots, ihr drittes am vergangenen Sonntag gegen den VfR Friesenheim auf dem Rasenplatz zwei des FC 08 aber in den blauen Ausweichtrikots des VfB bestritten. „Wir wollten da eigentlich auch in Schwarz-Weiß spielen, aber dies wäre den Trikots der Friesenheimer zu ähnlich gewesen“, erklärt JSG-Coach Dennis Kindler. Bei den A-Junioren sei die Verschmelzung der beiden früheren Lokalrivalen bereits sehr gut gelungen. „Der Anteil von 08- und VfB-Spielern hält sich etwa die Waage. Dass sich alle Spieler schon zuvor gekannt haben, machte es mir aber einfach“, stellt er zufrieden fest. dil

Dominique Heintz: Heimatverbundener Fußball-Profi

„Die Länderspielpause gut genutzt“, ruft Rolf Metzger, Bürgermeister in Kirrweiler, seinem wohl berühmtesten Mitbürger zu. Dominique Heintz, Fußball-Profi des Erstligisten SC Freiburg, hat das jüngste Länderspiel-Wochenende für einen Heimatbesuch genutzt. Beide haben sie beim ersten Spatenstich für ein neues Multifunktionsfeld auf dem alten und mit Unkraut überwucherten Hartplatz des SV Herta Kirrweiler geholfen.„Zwei Tage frei – das tut gut“, gesteht der 26-Jährige, der in Freiburg die Abwehr verstärkt und für den Kirrweiler nach wie vor sein Zuhause bedeutet. „Ich bin in drei Wochen wieder hier“, fügt er noch hinzu. „Ich bin als Fußballprofi relativ viel zu Hause. Die Leute hier sehen mich schon.“ So wird er auch beim Spatenstich freudig von vielen Menschen begrüßt.

Und irgendwann, sinniert er, werde er wieder „ganz zurückkommen“. Dafür hat er bereits vorgesorgt, verrät Heintz, hat er doch in Kirrweiler gebaut und besitzt zudem in Maikammer einen Bauplatz. (sab)

Fußball-B-Klasse: Spannung an der Spitze

Die ersten sechs Spieltage der Staffel West in der Fußball-B-Klasse Rhein-Mittelhaardt bestätigten, dass die hohen Erwartungen, die in diese Spielklasse vor Saisonbeginn gesetzt worden sind, berechtigt waren. Mit dem VfL Neustadt, TuS Diedesfeld, TuS Niederkirchen und dem VfL Hainfeld befinden sich vier punktgleiche Mannschaften auf den ersten vier Tabellenplätzen. Und die drei Verfolger TSG Deidesheim II, SG Neidenfels/Lambrecht und SG Mußbach haben höchsten drei Zähler weniger als das Spitzenquartett auf ihrem Konto. Bis zum Schluss dürfte Spannung garantiert sein. Nicht bei allen 16 Vereinen, die in der stärksten B-Klasse seit langem vertreten sind, herrscht jedoch Euphorie. Enttäuschung macht sich zum einen beim TuS Maikammer breit. Aufgrund mehrerer prominenter Verstärkungen wie die früheren Verbandsligaspieler Andreas Ackermann und Andreas Klundt hatte man sich an der Südlichen Weinstraße einen deutlich besseren Saisonstart gewünscht. Mit lediglich vier Punkten aus sechs Spielen belegt der Absteiger aus der A-Klasse nur Rang zwölf. Er ist dadurch einem weiteren Abstieg deutlich näher als dem direkten Wiederaufstieg.

Ganz düster sieht es bei der SG Forst/Ruppertsberg und dem FC 23 Hambach aus. Gerade einen Punkt verbuchten diese beiden Mannschaften bislang und zieren deshalb gemeinsam das Tabellenende. Die Gründe für den bisher frustrierenden Saisonverlauf sind identisch. Sowohl Hambachs Vorsitzender Roland Fecht als auch SG-Trainer Marco Hauck sprechen von vielen verletzungs- und urlaubsbedingten Personalproblemen, wenn man sie auf die derzeitige Situation anspricht. „Bei unserer 2:9-Niederlage vom vergangenen Sonntag in Neidenfels haben mir 14 Spieler gefehlt. Dazu sind inzwischen noch drei weitere hinzugekommen, weshalb wir unser Heimspiel gegen die SG Mußbach absagen mussten. Leider waren die Mußbacher nicht bereit, unserer Bitte nach einer Spielverlegung nachzukommen“, klagt Hauck.

Die Pause möchte er nutzen, um sich gezielt auf das am Dienstag, 24. September, 19.30 Uhr, anstehende Kellerduell vorzubereiten. „Natürlich hoffe ich auch, dass bis dahin einige zurzeit fehlende Spieler zu Verfügung stehen“, ergänzt der SG-Coach.

Auswirkungen haben die Personalprobleme bei diesen beiden Vereinen auch auf die Zweiten Mannschaften. So belegen diese in der C-Klasse West ebenfalls die beiden letzten Tabellenplätze, und dies sogar mit noch null Punkten. Sollte sich die Personalsituation bei der SG Forst/Ruppertsberg und in Hambach nicht schnellstmöglich verbessern, kann man deshalb davon ausgehen, dass in der tiefsten Spielklasse künftig mindestens eine Staffel aus noch weniger als 13 Teams besteht. (dil)

Die Rückennummer von Moritz Brendel (links) ist nur zu erahnen.
Die Rückennummer von Moritz Brendel (links) ist nur zu erahnen. Foto: Linzmeier-Mehn
Dominique Heintz (vorne) im Gespräch mit Bürgermeister Rolf Metzger (Mitte).
Dominique Heintz (vorne) im Gespräch mit Bürgermeister Rolf Metzger (Mitte). Foto: Dean
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