Neustadt Mission Klassenverbleib

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Neustadt. Nach dem 4:1 von Rot-Weiss Seebach beim VfB Haßloch können sich der VfL Neustadt und die TSG Deidesheim die Hoffnung auf den viertletzten Tabellenplatz in der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz abschminken. Mathematisch besteht bei sieben Zählern Rückstand auf Seebach und drei auszutragenden Spielen zwar noch die Chance – doch in diese Richtung gehende Rechenspiele sind nur etwas für Träumer.

Der VfL und die TSG sind punktgleich. Sie können nur hoffen, dass sie die Saison auf dem drittletzten Rang beenden, neben dem Meister auch der „Vize“ aufsteigt und sich die Gerüchte um die SG Steinfeld bewahrheiten (siehe „Zur Sache“). „Alles Spekulationen, man versucht halt, sich an den Strohhalm zu klammern“, sagt Michael Doll. Der Trainer des VfL Neustadt (neben Rudolf Benkler) plädiert dafür, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen, „alles andere liegt nicht mehr in unserer Hand“. Am Sonntag (15 Uhr) empfängt der VfL an der Haidmühle den Tabellenelften aus Steinfeld. Die Belegschaft ist komplett. Die TSG Deidesheim trifft am Samstag (16 Uhr) auf die FG 08 Mutterstadt. Trainer Markus Humbert hat seine Mission „Klassenverbleib“ noch nicht als unerledigt zu den Akten gepackt, obgleich die Aussichten Woche für Woche ein bisschen schlechter werden. Nur wenn die TSG besser abschneidet als der VfL Neustadt, öffnet sie einer glücklichen Fügung überhaupt Tür und Tor. Nach dem 1:0 gegen den VfB Haßloch folgte mit dem 1:3 in Ruchheim die Ernüchterung auf dem Fuße. Wer den VfB schlage, könne auch die FG bezwingen, sinniert Markus Humbert. Andererseits habe seine Mannschaft nach der „leichten Haßloch-Euphorie“ in der Ruchheim-Partie Geschlossenheit und Aufbäumen vermissen lassen. Der des Feldes verwiesene Nicolai Enzenauer habe sich womöglich eine Hand angebrochen, Alexander Schubing plage eine Verletzung am Fuß, die nicht gut aussehe. Und doch: „Ich werde schon elf bis 14 Mann in den Kader bekommen. Noch ist nichts verloren!“, sagt Humbert. Zwei Niederlagen in Folge haben den Höhenflug des VfB Haßloch jäh beendet. „Wir sind drauf und dran, unsere gute Position zu verschenken“, murrt Trainer Frank Lieberknecht, „das nervt mich schon gewaltig.“ Beim 1:4 gegen Seebach habe von Beginn an die Zweikampfführung nicht gestimmt. Es könne nicht sein, dass sich Müßiggang und Selbstzufriedenheit einschlichen. „Wir haben noch drei Spiele und können zeigen, ob wir aus dieser Niederlage etwas gelernt haben“, sagt Lieberknecht: „Wir müssen williger und bissiger an die Sache herangehen.“ Leidtragender dessen soll am Samstag (ab 16 Uhr) der gastgebende TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim sein. Die Südpfälzer rangieren mit 52 Punkten auf Platz drei und können den 1. FC 08 Haßloch auf vier Zähler distanzieren. Wehren können sich die „Nullachter“ nicht – sie sind spielfrei.

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