Neustadt Michael Speiger neuer Chef des Touristik-Vereins

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Der Verein für Touristik Elmstein hat sich in seiner jüngsten Mitgliederversammlung neu strukturiert. Der Grund: Der Verein will enger mit dem Gemeinderat und der Verbandsgemeinde zusammenarbeiten, wie der stellvertretende Vorsitzende Rudi Metzger sagte. Verbandsbürgermeister Manfred Kirr äußerte die Hoffnung, dass in den nächsten Jahren der Elmsteiner Kuckucksbahnhof mit EU-Mitteln saniert werden kann.

Der bisherige Vorsitzende Thomas Kratz hatte, nachdem er bei der Kommunalwahl sein Bürgermeisteramt verloren hatte, im Oktober den Vorsitz niedergelegt. Wie Metzger berichtete, wurde daraufhin eine Änderung der Struktur des Vorstands erarbeitet. Hatte der Verein in den vergangenen Jahren acht Beisitzer, die überwiegend aus dem Bereich Tourismus kamen, soll es künftig zwölf Beisitzer geben, von denen sechs im Bereich Tourismus tätig und die anderen sechs Ratsmitglieder sind. Verbands- und Ortsbürgermeister sollen in den Vorstand eingebunden werden. Das entspricht in etwa der Struktur, die der Verein auch in den Jahren nach seiner Gründung hatte. „Und damals ist es nicht schlecht gelaufen“, so Metzger. Gegen diesen Vorschlag und die damit verbundenen Änderungen der Satzung sprachen sich Kratz und das frühere Ratsmitglied Bernd Elsner aus. Der Verein solle „seine Eigenständigkeit bewahren“, argumentierte Kratz. Er verwies darauf, dass das Geld des Vereins auch ohne Einbeziehung von Ratsmitgliedern in den Vorstand immer für die Gemeinde verwendet worden sei. Zuvor hatte es Äußerungen gegeben, dass in der Zeit, in der Kratz Vorstand war, Mittel nicht immer sinnvoll investiert worden seien. Tourismusexperten rieten davon ab, Ratsmitglieder in den Vorstand eines Touristik-Vereins zu wählen. Und auch er halte dies nicht für in Ordnung, sagte Elsner. Kratz sprach sich auch gegen die Einbeziehung des Verbandsbürgermeisters in den Vorstand aus. Der könne sonst in „Schwulitäten“ kommen, wenn er sich zwischen den Interessen der Verbandsgemeinde und der Gemeinde entscheiden müsse. Der Elmsteiner Touristik-Verein solle seine Eigenständigkeit bewahren. „Wir sind stark genug, etwas gegen die Verbandsgemeinde durchzusetzen“, meinte Kratz. Bisher war meist der jeweilige Ortsbürgermeister Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins gewesen, dessen Nachfolger der Touristik-Verein ist. Von Zimmervermietern und Gastronomen sei gefordert worden, dass auch der jetzige Bürgermeister Stefan Herter (SWG) als Vorsitzender kandidiere, berichtete der für Tourismus zuständige Beigeordnete Michael Speiger (SWG). Herter wolle und werde im Vorstand zwar mitarbeiten, nicht aber den Vorsitz übernehmen, sagte Speiger dazu. Bei der anschließenden Wahl kandidierte er selbst für dieses Amt und wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Die vorgeschlagenen Satzungsänderungen wurden mit großer Mehrheit beschlossen, obwohl einige Vereinsmitglieder Bedenken hatten. Dies, weil in der neuen Satzung vorgesehen ist, dass die Kassenprüfer im Vorstand mitstimmen dürfen. Metzger berichtete anschließend, dass der Plan, den Minigolf-Platz zu einem Golfplatz umzubauen, zurückgestellt worden sei. Bei dem von Kratz genannten Preis habe es sich nur um einen Schätzpreis gehandelt. Tatsächlich habe der Anbieter aber weitaus mehr Geld haben wollen. Wie Pia Neumann, für Tourismus zuständige Mitarbeiterin der Verbandsgemeindeverwaltung, berichtete, sind im Vorjahr 6950 Gäste nach Elmstein gekommen. Das seien zwar 0,4 Prozent weniger als 2013, doch sei die Anzahl der Übernachtungen um 1,2 Prozent auf 17.210 gestiegen. In der Verbandsgemeinde seien 20.308 Gäste und 51.528 Übernachtungen gezählt worden. Allein in Elmstein werde durch den Tourismus ein Umsatz von etwa 1,8 Millionen Euro jährlich erwirtschaftet. Elmstein sei damit „die Hochburg des Tourismus“ in der Verbandsgemeinde, betonte Kirr. Aber auch die gesamte Verbandsgemeinde Lambrecht stehe in Sachen Tourismus nicht schlecht da. Von den Verbandsgemeinden aus dem Pfälzerwald, die sich zu einem touristischen Verbund zusammenschließen wollten (die RHEINPFALZ berichtete mehrfach), stehe die Lambrecht hinsichtlich der Gästezahl an zweiter Stelle. Nicht zuletzt kündigte ein Vertreter des Naturfreundehauses Harzofen an, dass die Naturfreunde ein Projekt zur Pflege der Wanderwege planen.

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