Neustadt Mesmer schafft Vereinsrekord

Der Haßlocher Maik Mesmer sowie der Freinsheimer Jan Bieler erfüllten bei den Bezirksblockmeisterschaften am Sonntag in Haßloch die Norm für die Deutschen Meisterschaften Ende August in Lübeck.
Hassloch. Lauter Jubel der Vereinskollegen Bielers signalisierte beim abschließenden Wettkampf im Speerwurf, dass etwas passiert sein musste. Der 15-Jährige ließ den Speer auf 39,10 Meter segeln und hatte damit die Norm abgehakt. Dabei machte er es im Weitsprung vorher noch spannend, weil er zwei ungültige Versuche fabrizierte. Obwohl er dann nur noch einen Versuch hatte, ging er volles Risiko und landete auf einer neuen Bestmarke von 6,08 Metern. Nach einer Bestzeit über 80 Meter Hürden und der Einstellung seiner Hausmarke von 1,68 Metern im Hochsprung, war das ein perfekter Tag. Lokalmatador Jonas Unruh hatte sich ebenfalls viel vorgenommen. Der junge Athlet des LC Haßloch verletzte sich allerdings im Training beim Hürdensprint. Genau in jener Disziplin, die als besonderes Kennzeichen in keinem der Spezialblockwettkämpfe aussortiert werden darf. Unruh konnte daher nur zwei Wettkämpfe absolvieren, bevor er seine Sportschuhe einpackte. Björn Steinbrenner (LG Neustadt) ging mit Bestleistungen im Hürdensprint, Weitsprung auf 4,91 sowie auf 1,48 Meter im Hochsprung mit großen Erwartungen in die letzte Disziplin, den Speerwurf. „So gesehen sind die 33,70 Meter, nachdem er bereits schon vier Wettkämpfe in den Beinen hatte, eine akzeptable Weite“, urteilte Yannik Geiger, Pressesprecher der LG Neustadt. Kurt Büttler, Trainer der TSG Neustadt, hatte das größte Aufgebot am Start. Seine Athleten holten acht Goldmedaillen sowie vier Vizemeisterschaften. Herausragend dabei war Maik Mesmer im Block Wurf der U 16. Er stellte mit 2557 Punkten einen neuen Vereinsrekord auf. Auch Mario Osap sprintete über 60 Meter Hürden in 10,69 Sekunden zu einer neuen Club-Bestmarke. Trainer Büttler musste selbst Höchstleistungen vollbringen, um seine Athleten, die zeitgleich an mehreren Anlagen ihre Versuche durchführten, zu unterstützen. So coachte er energisch beim Ballweitwurf seine Mehrkämpfer Kevin Stahler und Maximilian Vester, um danach einen 400-Meter-Spurt zum Diskuswurf auf dem Nebenplatz hinzulegen. Stahler steigerte sich dank der Verbesserungsvorschläge seines Trainers im letzten Versuch auf 25 Meter, Vester erreichte 34 Meter. Diese Würfe hatte Büttler aber bereits nicht mehr gesehen, dafür war er beim besten Versuch von Mesmer mit der flachen Scheibe dabei. Dessen Diskus flog auf 31,29 Meter. Die guten Bedingungen auf den gepflegten Anlagen bei besten Witterungsbedingungen in Haßloch nutzten auch etliche Athleten aus der Südpfalz und dem Badischen zu einem Start außer Konkurrenz, um unter offizieller Aufsicht der Kampfrichter des Leichtathletikverbandes Pfalz (LVP) vor allem über die Hürdenstrecken Wettkampferfahrung zu bekommen. Im Leichtathletik-Bezirk Vorderpfalz fand an diesem Wochenende auch ein Stabwechsel statt. Weil der bisherige Vorsitzende Paul Paszyna zwei Wochen zuvor zum Vorsitzenden des LVP gewählt wurde, legte er satzungsgemäß sein Amt nieder, das nun vom Neustadter Nicolas Fröhlich kommissarisch übernommen wurde. Der zog Bilanz: „Mit 87 Teilnehmern und über 400 Einzelstarts war die Beteiligung in Ordnung. Organisatorisch sind wir damit an der Grenze, kostenmäßig wäre es natürlich besser, wir hätten 40 Starter mehr. Wir brauchen langfristig vor allem Verstärkung bei den Kampfrichtern.“ Thomas Lickteig, LVP-Referent für Leistungssport aus Dudenhofen, ebenfalls erst seit zwei Wochen im Amt, holte sich in Haßloch einen ersten Überblick über die Stärken der Nachwuchs-Mehrkämpfer. Diese haben allerdings die Absage der Mehrkämpfe an Pfingsten in Limburgerhof zu verdauen. So wird sich Raphael Tremmel (LC Haßloch), 19-jähriger Zehnkämpfer, jetzt beim Mehrkampf-Meeting in Bernhausen an die Erfüllung der Norm für die Deutsche Meisterschaft machen. (kle)