Neustadt Mehrweg-Kaffeebecher: Hetzelstift geht vor

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Eine verhalten optimistische Stimmung prägte die Informationsveranstaltung der Grünen zur Einführung von Pfandbechern in Neustadt für „Coffee-to-go“.

Gut 20 interessierte Neustadter ließen sich von einem Vertreter des Start-Up-Unternehmens Recup über die Details dieses Mehrwegsystems informieren, dessen Einführung sich die Grünen für Neustadt wünschen (wir berichteten). Auch Umweltdezernentin Waltraud Blarr zeigte nachdrücklich die Nachteile des stetig zunehmenden Verbrauchs von Wegwerf-Kaffeebechern auf. Unter den Anwesenden war besonders Claudia Reh vom Marienhaus Klinikum Hetzelstift überzeugt von der Notwendigkeit des Mehrwegsystems: „Wenn ich sehe, welche Müllberge sich allein bei unserem Hetzelstift-Café wöchentlich ansammeln, die nur mit den Wegwerfbechern gefüllt sind, dann kann ich es kaum abwarten, mit den Mehrwegbechern zu starten, um endlich diese Müllflut loszuwerden.“ Mit einigen Mitarbeitern hat sie bundesweit mehrere Varianten von Mehrwegsystembechern getestet und sich letztendlich für die Recup-Becher entschieden, die jetzt auch in weiteren Neustadter Bäckereien und Cafés eingeführt werden könnten. „Die Becher sind aus einem angenehmen Material, das sich in der Hand und auch beim Trinken gut anfühlt, und das System ist recht kurzfristig ohne größeres Risiko einzuführen und auch bei Nichtfunktionieren wieder zu beenden“, führt die Pressesprecherin des Hetzelstifts aus. Die Mitarbeiter des Hetzelstift-Cafés warten jetzt nur noch darauf, dass die erforderlichen Änderungen ins Kassensystem programmiert sind, um dann mit der Ausgabe der schon vor Ort befindlichen Pfandbecher beginnen zu können. Andere Café-Inhaber, wie beispielsweise Saskia Mai und Sandie Burke-Späth vom Café Winzig, wollen sich noch weitere Informationen besorgen, um dann eine Entscheidung treffen zu können. Auch Stefan Herbig vom Kaffeehaus „La Macchina“ am Marktplatz will nach den erhaltenen Informationen jetzt erst einmal im Betrieb prüfen, wie sich das Pfandsystem in den alltäglichen Ablauf integrieren ließe, „vor allem bei Hochbetrieb, wenn es jeder eilig hat und nicht erst darauf warten will, sein Pfand zurückzubekommen“. Tendenziell stehen alle Anwesenden dem vorgestellten Mehrwegsystem positiv gegenüber. Als wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Systems nennen viele eine flächendeckende Einführung durch möglichst viele Cafés.

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