Neustadt Mehr Schutz für Artenvielfalt in der Stadt

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Neustadt ist seit gestern Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ und will sich nun verstärkt mit allen Aktivitäten zu diesem Thema nach außen präsentieren. Umweltdezernentin Waltraud Blarr (Grüne) erhofft sich dadurch einen Reputationsgewinn für die Stadt.

Der Schutz der Artenvielfalt sei für Neustadt kein neues Thema, betonte Oberbürgermeister Hans Georg Löffler bei der offiziellen Beitrittserklärung im Rathaus. Nur werde das bisher wenig wahrgenommen. Das soll nun anders werden. Die Stadt will das Emblem des Bündnisses unter anderem auf der Homepage präsentieren und dort auch Umweltverbänden die Möglichkeit geben, Angebote und Aktivitäten zu veröffentlichen. So sollen dort beispielsweise alle Exkursionen mit Umweltschutz-Bezug angekündigt werden. Außerdem gibt es neue Ansätze. Karin Haas, Sprecherin der BUND-Ortsgruppe, informierte über die Planungen für einen „mobilen Garten“. Dafür soll ein ausrangierter Überseecontainer genutzt werden, in dem beispielsweise Gemüse angebaut werden kann. Projekte dieser Art gibt es bereits in Großstädten unter dem Namen „urban gardening“ (städtisches Gärtnern). In Neustadt ist bisher noch kein Platz für den Container gefunden worden, doch Blarr ist zuversichtlich, dass die Idee sich umsetzen lässt. Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ gibt es seit Februar 2012, zu den Gründungsmitgliedern zählt auch Neustadts Partnerstadt Wernigerode. Deren Oberbürgermeister, Peter Gaffert, ist mittlerweile Vorsitzender des Vereins und hat bereits vor zwei Jahren bei einem Besuch von Neustadter Politikern in Wernigerode für das Projekt geworben. Gestern kam er zur Beitrittserklärung nach Neustadt und sagte, er stolz, dass die Mitgliederzahl jetzt auf 110 gestiegen sei. Blarr wies auf erste Schritte hin, die in Neustadt in puncto Schutz der Artenvielfalt bereits unternommen worden sind. Die Umweltdezernentin nannte das Projekt Wiederansiedlung von Lachsen im Speyerbach und die Kartierung von möglichen Standorten für Baumpflanzungen. Ein weiteres Projekt sei die Pflege sogenannter Eh-da-Flächen: Flächen, die „eh da“ sind, aber schöner und ökologisch wertvoller genutzt werden können. Die Mitgliedschaft im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ kostet 300 Euro im Jahr. (kkr)

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