Neustadt Mehr Platz für die Lebenshilfe

Timo Hilzendegen, der Leiter der Tagesförderstätte, freut sich, dass das Haus nun über mehr Räume verfügt.
Timo Hilzendegen, der Leiter der Tagesförderstätte, freut sich, dass das Haus nun über mehr Räume verfügt.

Die Lebenshilfe Neustadt kann den ausgebauten Teil des Georg-Jungmann-Hauses nun endlich nutzen. Die Freude darüber ist umso größer, als bei den Arbeiten nicht immer alles rund gelaufen ist.

Nach vielen Höhen und Tiefen beim Ausbau des Georg-Jungmann-Hauses in der Friedrich-Olbricht-Straße war es nun am Freitag endlich so weit: Die Lebenshilfe hat den Anbau offiziell eingeweiht. Der Ausbau habe „viel Arbeit gemacht und viel Geld gekostet“, so Heinz Busch, Vorsitzender des Vereinsvorstandes. Umso schöner sei es jetzt, die Eröffnung offiziell feiern zu können. Allerdings sei am Außengelände noch vieles zu tun, und auch die Inneneinrichtung „muss noch etwas dekoriert und verschönert werden“.

Bereits seit 2010 wird das Erdgeschoss des Gebäudes von der Lebenshilfe genutzt. Mit den Jahren sei die Nachfrage an Plätzen in der Tagesförderstätte gestiegen, erklärt der Geschäftsführer der Lebenshilfe, Jens Zimmermann. Daher ist der Gebäudekomplex auf drei Etagen mit insgesamt 830 Quadratmetern erweitert worden. Mit Hilfe dieser Räumlichkeiten könne das pädagogische Angebot für Menschen mit Behinderung ergänzt werden. Diese sollen hier eine möglichst individuelle Begleitung erhalten, um ihren Alltag bestreiten zu können.

Mehrfach Verzögerungen

Bei den Arbeiten für den Ausbau lief „nicht immer alles rund, und es kam zu Verzögerungen durch mehrmaligen Wassereintritt ins Gebäude“, erzählt Zimmermann. Mit Abschluss der Arbeiten sei nun endlich mehr Platz für Büroräume, Ergotherapeuten und für die neue Kerzenwerkstatt. Diese bezeichnete Timo Hilzendegen, Leiter der Tagesförderstätte, als eine „Bereicherung für den Alltag“.

Insgesamt besteht das Georg-Jungmann-Haus aus einem dreiteiligen Gebäudekomplex. Das nun aufgestockte Gebäude sei dabei von großer Wichtigkeit, da es sich repräsentativ direkt an der Straße befindet und einen freundlichen ersten Eindruck erwecken solle, so Busch. Daher habe die Einrichtung helle, freundliche Farben bevorzugt und diese auch auf das Erdgeschoss des Gebäudes übertragen.

Aufgelockert wurde das Programm am Freitag unter anderem durch eine kleine Einlage der Tanzgruppe der Lebenshilfe. Diese hatte unter Leitung von Tanja Leiser einige kleine Tänze vorbereitet. Besondere Freude löste ein Spendenscheck des Fördervereins in Höhe von 2000 Euro aus, der dem Leiter der Tagesförderstätte als Starthilfe für das Projekt überreicht wurde.

Insgesamt wurde der Neubau zum größten Teil von der Aktion Mensch, Spenden und vielen Zuwendungen an den Verein finanziert. Busch dankte allen, die für das Projekt gespendet haben. Es sei immer leichter, Spenden für Kinder mit schweren Beeinträchtigungen zu sammeln als für Erwachsene und ältere Menschen mit Behinderung. Umso mehr freue er sich, dass das Projekt mit so vielen Zuwendungen bedacht worden ist.

Auch wenn das Projekt mit Höhen und Tiefen verbunden war, ist Busch der Meinung, dass entscheidend sei, „was am Ende bei rauskommt“.

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