Neustadt „Meckenheim stößt an seine Grenzen“

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Aktuell sind in der Verbandsgemeinde Deidesheim 130 Flüchtlinge gemeldet. Darunter sind auch 39 Kinder und Jugendliche. Allerdings handele es sich hierbei nicht um sogenannte „unbegleitete“ Kinder. Sie seien alle mit ihren Familien hier unterbracht. Darüber ist der Rat der Verbandsgemeinde Deidesheim in seiner jüngsten Sitzung informiert worden.

Die Menschen sind demnach wie folgt auf die Gemeinden verteilt: Deidesheim (20 Flüchtlinge), Forst (16), Meckenheim (74), Niederkirchen (zwölf) und Ruppertsberg (acht). Damit nimmt die Gemeinde Meckenheim nach wie vor den Großteil an Asylbewerbern auf. Zum 1. März sollen der Verbandsgemeinde weitere Flüchtlinge zugewiesen werden, teilte Verbandsbürgermeister Theo Hoffmann (CDU) mit. Die Anzahl sei jedoch noch offen. Da man mit der Betreuung in Meckenheim mittlerweile an die Grenzen stoße, werde verstärkt in den anderen Gemeinden nach Wohnraum gesucht. Deidesheim, Ruppertsberg und Forst hätten bereits signalisiert, solchen zur Verfügung zu stellen. In der Verbandsgemeinde Deidesheim kümmert sich die Initiative „Freunde für Flüchtlinge“ um die Neuankömmlinge. „Das läuft hier alles sehr positiv“, betonte Hoffmann. Damit Spenden direkt an die Gruppe gingen, sei nun ein Verein gegründet worden. Bis ein Vorsitzender gefunden ist, hat der Verbandsbürgermeister den Posten inne. In der Verbandsgemeinde gebe es auch keine Probleme mit jungen männlichen Flüchtlingen ohne Schulpflicht. „Die ,Freunde für Flüchtlinge’ haben diese in ihrer Obhut“, sagte Hoffmann. Vormittags seien die Jugendlichen im Sprachkurs und lernten Deutsch, was auch dringend notwendig sei, um irgendwann eine Praktikumsstelle antreten zu können. Schwierigkeiten sieht Manfred Dörr (CDU), Stadtbürgermeister von Deidesheim, allerdings bei der Unterbringung weiterer Flüchtlingskinder in Kindergärten und Schulen. Die Einrichtungen in Deidesheim seien voll, während zugleich Rechtsanspruch auf einen Platz bestehe. Außerdem solle sich Hoffmann noch einmal beim Landkreis um die Gesundheitskarte für Flüchtlinge bemühen, forderte Ruth Ratter (Grüne). (vnl)

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