Leichtathletik
Max Sellmeier ist Meister
Bei den zweitägigen Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in der Leichtathletikhalle in Ludwigshafen holte Linus Valnion Silber bei der Altersklasse U18 über 60 Meter. Doch diesmal konnte er durchaus als Pechvogel des Wochenendes bezeichnet werden, denn am Sonntag lag er mit der Staffel (Startgemeinschaft Nußdorf/Germersheim/Deidesheim) über 4x200 Meter auf Bestleistungskurs bei den U20, als beim dritten Wechsel das Staffelholz über die Bahn schlitterte.
Im Sprint-Finale, in dem er schließlich tags zuvor Silber geholt hatte, zeigte er aber seine Kämpferqualitäten. Er kam bei den ersten Schritten aus dem Tritt, lag nach zehn Metern noch auf dem letzten Platz und rollte dann das Feld von hinten auf. Mit 7,26 Sekunden war er immer noch schneller als etwa Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul, der bei den Männern den Vorlauf bestritt und dabei 7,45 Sekunden gelaufen war. Für Valnion geht es in zwei Wochen bei den Süddeutschen Meisterschaften weiter. Sein Trainer Sebastian Groß informiert: „Dann läuft er mit der Startgemeinschaft die Staffel und über 200 Meter im Einzelwettkampf.“
Frey Zweiter
Für die TSG Neustadt gab es Silber im Weitsprung bei den U20 durch Patrick Frey. Trainerin Gabi Geiger: „Er landete bei 6,06 Meter. Aber alle Athleten haderten mit Anlauf und Absprung. Die Hallenverhältnisse sind einfach ganz anders als im Freien.“ Simon Haag belegte bei den U23 zweimal Rang vier. Der Speerwurfspezialist startete dabei im Weitsprung und im Hochsprung. Geiger: „Er entschied kurzfristig zu starten, um wieder ein Wettkampfgefühl zu bekommen. Seit seiner Ellenbogenverletzung im Juni absolvierte er keinen Speerwurfwettkampf mehr. Er hofft, durch Physiotherapie im Frühjahr wieder mit dem Speer einsteigen zu können.“ Für den TV Gimmeldingen waren Gina Felden und Katharina Asam an beiden Tagen in Ludwigshafen vertreten. Zunächst starteten die beiden Athletinnen „hoch“ bei den Frauen. Felden belegte Platz acht im Sprint und Rang vier im Hürdenfinale, Asam wurde im Kugelstoßen Neunte. Sonntags starteten die beiden Gimmeldingerinnen in der regulären Altersklasse U20. Felden, die langfristig den Siebenkampf favorisiert, verpasste knapp das Sprintfinale und wurde über 60 Meter Siebte, im Hürdensprint gab es Silber, im Weitsprung belegte sie Rang neun. Asam holte Bronze mit der Kugel, die sie auf 9,38 Meter stieß.
Viele Haßlocher
Mit einer großen Mannschaft war der LC Haßloch in Ludwigshafen vertreten. LCH-Sprecher Christoph Sölter: „Wir sind auch sehr stolz darauf, dass wir neben Bad Dürkheim als einziger Verein aus der Pfalz mit mehreren Staffeln bei den Landesmeisterschaften vertreten waren.“ Neben zahlreichen Plätzen unter den besten Zehn, überzeugte Christian Stengl für den LCH über 3000 Meter mit Rang zwei bei der U18 in 10:10 Minuten. Der 14-jährige Max Sellmeier wurde bei seinem Debüt über 300 Meter Landesmeister bei den M15 in 41,15 Sekunden und startete auch im Hochsprung. Hier belegte er mit 1,53 Metern Platz vier. Sölter: „Eigentlich ist Max bisher über 800 Meter gestartet. Wir hatten aber über die 300 Meter eine starke Leistung erhofft.“ Für die TSG Haßloch holte Yasmin Karasu Silber im Dreisprung der Frauen, im Weitsprung belegte sie Platz fünf. Lena Kleiber landete auf Rang vier im Kugelstoßen, Mike Adams wurde Fünfter im Weitsprung der Männer.