Neustadt Mauersanierung allein reicht nicht

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Ein Gutachten zur Sanierung der Stützmauer im Westteil des Deidesheimer Schlossgartens liegt vor. Das hat Stadtbürgermeister Manfred Dörr mitgeteilt.

Das Gutachten eines Ingenieurbüros aus München enthalte Vorschläge zur Sanierung der Mauer. Zu diesen müsse nun die Generaldirektion Kulturelles Erbe, die Landesdenkmalbehörde, Stellung nehmen. Die Finanzierung der Sanierung „wird schmerzhaft“, kündigte der Stadtbürgermeister an. Summen mochte er auf Nachfrage noch nicht nennen. Erst müsse mit dem Denkmalamt geklärt werden, was überhaupt möglich sei. Der Deidesheimer Bürgermeister verweist aber darauf, dass es mit der Mauersanierung allein nicht getan ist. Auch der neben dem oberen Teil der Mauer verlaufende gesperrte Teil der Burggasse muss erneuert werden. Denn die Schäden in der Mauer rühren auch vom Wasser her, das von den Dächern angrenzender Gebäude auf den Weg läuft und unkontrolliert abfließt. Die Möglichkeit, den Schlossgraben zu öffnen und die beschädigten Bereiche speziell abzusichern, sieht Dörr zurzeit auch nicht gegeben. Das Risiko für die Sicherheit der Parknutzer will die Stadt nicht eingehen. Ein Teil des Schlossgrabens westlich der Brücke in der Schlossgasse war bereits im April 2013 aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt worden. Die Mauer, die den Graben begrenzt, drückt an mehreren Stellen in Richtung Graben. Deswegen musste auch an Pfingsten die Weinpräsentation der Jungwinzer aus der Verbandsgemeinde unter dem Titel „Wine changes“ verlegt werden. Auch der Turm, in dem normalerweise der Turmschreiber residiert, liegt in diesem Bereich und ist derzeit nicht nutzbar. Der Schlossgraben ist als Park angelegt. Während der größte Teil der Mauer am Burggraben in öffentlichem Besitz ist, gibt es wohl auch Schäden an einem Mauerteil in Privatbesitz. Das will die Stadt mit dem Eigentümer abstimmen. (ann/ff)

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