Neustadt Mauersanierung ab Frühjahr vorgesehen
Mit der Sanierung der Mauer im Schlossgraben soll im Frühjahr begonnen werden. Das hat der Deidesheimer Stadtbürgermeister Manfred Dörr angekündigt.
Vorher sei eine Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde notwendig, weil auch Bäume gefällt werden müssten, sagte Dörr dem Stadtrat. Die Stadt hofft auf einen Zuschuss von der Denkmalbehörde. Der Schlossgraben liegt in der Denkmalzone in der Deidesheimer Altstadt und ist Teil der ehemals wehrhaften mittelalterlichen Anlage. Mit einem Zuschuss wäre die Finanzierung gesichert. Eventuell sei auch ein vorgezogener Baubeginn zu genehmigen, um einen möglichen Zuschuss nicht zu gefährden. Dörr rechnet damit, dass die Sanierung der Mauer bereits im Herbst abgeschlossen werden könnte. Dann gehe es aber noch darum, den Park im Schlossgraben neu anzulegen. Insgesamt werde man vermutlich ein Jahr für alles brauchen, rechnet der Stadtbürgermeister. Neben der Mauer am Schlossgraben muss auch der gesperrte Teil der Burggasse oberhalb der Mauer saniert werden. Nach der Sanierung und Gestaltung des Parks könnte auch die Frage eines neuen Turmschreibers wieder aktuell werden. Wie mehrfach berichtet, ist der Schlossgraben wegen der Schäden in den Mauern seit April 2013 gesperrt. Damit ist auch der normale Zugang zum mittelalterlichen Turm nicht mehr möglich, der traditionell als Residenz des Deidesheimer Turmschreibers dient. Die Turmschreiberei soll auf neue Art organisiert und finanziert werden. Es sei geplant, so Dörr, sie nicht mehr über eine eigenständige Stiftung zur Förderung der Literatur in der Pfalz abzuwickeln, sondern angegliedert an die Deidesheimer Frank-Lyden-Stiftung. Auch zu deren Zielen gehört die Förderung von Aktivitäten in den Bereichen Wissenschaft und Literatur. Um diese neue Grundlage zu schaffen, müsse zunächst die Stiftung zur Förderung der Literatur liquidiert werden. Das Vermögen müsste für ein Jahr gesperrt bleiben und könnte danach an die Frank-Lyden-Stiftung übergehen, informierte Dörr. Der Turmschreiber solle dann von einem neu zu gründenden Beirat ausgewählt werden. Diesem Beirat sollen neben dem Vorsitzenden der Frank-Lyden-Stiftung – es ist der Deidesheimer Stadtbürgermeister – auch zwei Persönlichkeiten aus dem Bereich der Medien angehören. Diese würden noch gesucht, so Dörr. Die bisher letzte Deidesheimer Turmschreiberin war Katja Schweder. Sie wurde 2010 in Amt eingeführt. (ff)