Neustadt Manege frei für Luftakrobaten und Fakire

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Trotz der Sommerferien herrscht auf dem Schulhof der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Deidesheim ein buntes Treiben. In dieser Woche läuft wieder das beliebte Zirkusprojekt mit dem Zirkus ZappZarap, das der Deidesheimer Jugendtreff schon seit vielen Jahren in seinem Ferienprogramm anbietet. In diesem Jahr sind es 113 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und 13 Jahren, die einmal Zirkusluft schnuppern wollten.

Auf dem gesamten Schulhof haben sich die Kinder in Gruppen aufgeteilt. Die einen üben das Einradfahren, andere versuchen ihre Geschicklichkeit mit dem Diabolo oder balancieren auf große Laufkugeln. Um Jugendpflegerin Gisela Freiberg schart sich eine große Gruppe von Kindern. Sie alle wollen nacheinander auf den Kugeln ihre Kunststücke üben. Das geht vom einfachen Balancieren bis hin zum Seilspringen auf der Laufkugel. Wie gut, dass die Helfer gleich bei der Hand sind, wenn es zu wacklig wird. Insgesamt sind es 20 junge Helfer, die sich neben dem Jugendtreffteam und den drei Zirkusmitarbeitern um die Kinder kümmern. Manche, wie Katja und Pia, waren früher selbst als Zirkuskinder beim Ferienprogramm dabei. Die Zirkuswoche startete am Montag erst einmal mit dem Ausprobieren der verschieden Disziplinen. Neben der Akrobatik auf Leitern und am Boden, kommt das Jonglieren. Dazu gehören auch die Diabolos. Dann gibt es Feuerspiele, Trampolin- und Seilspringen, die Laufkugeln und das BMX- und Einradfahren. Als unerschrockener Fakir kann man sogar über Glasscherben laufen und wer hoch hinaus will, probiert es mit der Luftakrobatik am zwei Meter hohen Trapez, am Vertikaltuch oder beim Seiltanz. Zudem dürfen in keinem Zirkus die Clowns mit ihren lustigen Streichen fehlen. Jedes Kind suchte sich aus der Vielzahl zwei Übungsmöglichkeiten aus. Eine für vormittags und eine für den Nachmittag. „Es sind jeweils acht Workshops am Morgen und am Nachmittag“, erklärt Jugendpfleger Sven Santamaria. Die Gruppengröße liegt zwischen zehn und 20 Kindern. Laura und Katherina, beide zehn, haben sich beispielsweise für die Laufkugeln und Akrobatik entschieden. Geprobt wurde bis gestern, vormittags von 10 bis 11.30 Uhr und nachmittags von 14 bis 15.30 Uhr. Die Kinder kommen allerdings schon um neun und werden um 16 Uhr wieder abgeholt. In der Mittagspause geht es in die Mensa der IGS. „Bei der Kinderzahl müssen wir zwei Gruppen bilden“, sagt Gisela Freiberg. Und für die jungen Akrobaten gibt es auch das richtige Essen: Spaghetti, Lasagne, Fischstäbchen, Hühnchen und Burger. Nach den Proben wird in einem kurzen Probeauftritt den anderen gezeigt, was man bereits gelernt hat. Zirkuspädagoge Stefan erklärt zunächst den Programmablauf, dann bereiten sich die Kinder der Reihe nach auf ihren Auftritt vor. „Es ist wichtig, dass die Kinder ihre Kür an die Manege anpassen lernen“, betont Sven Santamaria, denn der Platz in der Arena ist bei weitem nicht so groß wie das Übungsfeld auf dem Hof der Integrierten Gesamtschule in Deidesheim. Die Generalprobe ist heute Morgen. „Dazu haben wir die Deidesheimer Kindergärten und auch alle Flüchtlingskinder der Verbandsgemeinde eingeladen“, so der Jugendpfleger. Am Nachmittag ist um 15 Uhr dann schon der erste Auftritt. Die zweite Aufführung beginnt morgen, Samstag, um 11 Uhr. Die Mitarbeiter des Zirkus ZappZarap hatten bereits zwei Wochen vor dem Projekt an einem Sonntag den Helfern eine Schulung zu den Themen Sicherheit und Aufsichtspflicht gegeben. Das Zirkusprojekt wird ermöglicht durch das Zusammenwirken von der offenen Jugendarbeit der Verbandsgemeinde Deidesheim, der Kreisverwaltung Bad Dürkheim, der Landeszentrale für Gesundheitsförderung und dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz. |vnl

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