Neustadt
Maikammer: Viele Wähler an der Urne
Anders als bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren durften die Menschen in der Verbandsgemeinde Maikammer diesmal wieder ihren „eigenen“ VG-Rat wählen. 2014 hatten sie wegen der Fusion noch den VG-Rat Edenkoben gewählt. Sieger sind diesmal die Sozialdemokraten. In den Ortsgemeinden sind jeweils drei Gruppierungen vertreten.
Alles beim Alten, zumindest auf den vorderen Rängen: So sieht es nach den Wahlen zum Verbandsgemeinderat Maikammer aus. Wie vor fünf Jahren hat die CDU 13 Sitze und die SPD vier Sitze im Gremium. Das Bürgerforum (BF) und die Bürgerliste legen jeweils um einen Sitz auf fünf beziehungsweise zwei Sitze zu. Das ist wohl dem Umstand geschuldet, dass die Freie Wählergruppe (FWG) wegen zu spät eingereichter Kandidatenlisten in der VG und in den drei Ortsgemeinden von der Wahl ausgeschlossen worden war. Die FWG war bislang mit zwei Personen im Rat vertreten.
Gewinner in der Verbandsgemeinde ist die SPD, die um 5,1 Prozentpunkte gegenüber 2014 zugelegt hat. Die CDU verlor 2,4 Prozentpunkte und liegt nun bei 51,2 Prozent. Dabei gibt es große Unterschiede in den Ortsgemeinden: Während die Christdemokraten in Kirrweiler und Maikammer jeweils 5,3 Prozent einbüßten, legte die CDU in St. Martin um 6,3 Prozentpunkte zu.
Weit mehr WählerAuch die VG Maikammer ist keine Ausnahme in Hinblick auf die Wahlbeteiligung. Sowohl bei der Europa- als auch bei den Kommunalwahlen haben mehr Wähler ihr Kreuzchen gemacht als vor fünf Jahren. In St. Martin waren es mit 77,2 Prozent bei der Verbandsgemeinderatswahl sogar fast 20 Prozentpunkte mehr (2014: 57,4 Prozent). Damals hatte die Wahlbeteiligung in den drei Ortsgemeinden zwischen schwachen 53,3 und 57,4 Prozent gelegen, am Sonntag zwischen 70 und 77,2 Prozent. Das mag zum einen an dem allgemeinen Trend liegen. Zum anderen kann es aber auch mit der Fusion zusammenhängen: 2014, als die Verbandsgemeinden Maikammer und Edenkoben vorübergehend zusammengehörten, hatten die Stimmberechtigten den VG-Rat Edenkoben gewählt. Möglicherweise war das Interesse der Wähler aus Kirrweiler, Maikammer und St. Martin gedämpft, plötzlich Kandidaten aus 18 Ortsgemeinden und einer Stadt zu wählen statt aus lediglich drei Gemeinden. Kandidaten, die sie zum Großteil nicht einmal kannten.
Neue ParteigruppierungZum ersten Mal in einem Gemeinderat vertreten ist in St. Martin die Freie Wählergruppe Bürgerliste „Lebenswertes St. Martin“ (FWG-BL), die aus Mitgliedern der Bürgerinitiative „Lebenswertes St. Martin“ hervorgegangen ist. Die FWG-BL erreichte 15,2 Prozent der Stimmen und zwei Sitze im Ortsgemeinderat.