Neustadt Lustiges mit „Pälzer Schnut“

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Hassloch. Das Haßlocher „Work with People Theater“ (WwP) präsentiert am kommenden Wochenende im Haßlocher Kulturviereck ein ganz besonderes Schmankerl: Beim Pälzer Lachowend „Jo, Mach Kä Ferz“ starten Karin Rittinger und Peter Ruffer alias „Die Dollboorer“ zusammen mit Bernd Wittmann und seinen „5 Pälzern am Stammtisch“ einen Angriff auf die Lachmuskeln des Publikums.

Schon seit 26 Jahren stehen Peter Ruffer und Karin Rittinger immer wieder gemeinsam auf der Bühne, mal mit Krimis, mal mit weniger ernsten Stücken. Nun wollen sie häufiger auch als Dorle und Guscht „Dollboorer“ (etwa: Dalles, Dabbschädel. Für Nichtpfälzer: laut Duden „ungeschickter Mensch“) für Stimmung und Nachdenklichkeit sorgen. „Jahrelang hat es mir vorgeschwebt, Sketche zu spielen, allein oder zu zweit“, sagt Peter Ruffer, Theaterpädagoge und Personalentwickler. „Das ist etwas, das weit weg ist von dem, was ich bislang gemacht habe.“ In Karin Rittinger, dem „Dorle“, im wirklichen Leben Sachbearbeiterin bei der Kassenärztlichen Vereinigung, hat er die entsprechende Partnerin dafür, die ihm auch ordentlich Paroli bieten kann. Nicht am Kommerziellen sollen sich die „Dollboorer“ orientieren, auch nicht an aus dem Fernsehen bekannten Comedians. „Wir wollen lustig sein und trotzdem qualitativ Hochwertiges bieten“, haben die beiden sich vorgenommen. Die Dialoge sind angelehnt „an die Pälzer Schnut“, sagt Ruffer. „Das war so unsere Idee.“ Eine Idee, mit der sie auch auf Tournee gehen und überregional bekannter werden möchten. Eine Tour mit 15 bis 20 Vorstellungen pro Jahr könnten sich die beiden durchaus vorstellen. Auch, weil sie mit leichtem Gepäck reisen könnten. Mit Sketchen zu zweit wären sie viel flexibler als mit einem großen Stück, dass mit Kulisse und Logistik über die Bühne geht. So wurden die „Dollboorer“ geboren: Dorle und Guscht sind ein bereits etwas in die Jahre gekommenes Ehepaar. Beide stehen aber noch im Berufsleben, so dass sich jede Menge Gesprächsthemen und Zankäpfel bieten. Was zu Auseinandersetzungen führt, in denen sie sich gegenseitig in nichts nachstehen. Zur Sprache kommt „alles, was alltäglich ist, Männer-, Frauen-, Geschlechterfragen“, sagt Karin Rittinger und grinst, „auch Krankheiten wie die todbringende Männergrippe“. Nichts sei dabei einfach aus der Luft gegriffen, beteuert Peter Ruffer. Es werde Situationen geben, in denen die Dollboorer aneinander vorbeireden, natürlich werden sie auch Geschlechterkampf treiben, aber sie werden sich immer wieder vertragen und wie im wirklichen Leben „zusammenhalten wie Pech und Schwefel, wenn’s drauf ankommt“. Zum ersten Mal zu erleben waren die „Dollboorer“ vor zwei Jahren bei der Premiere des „Kulturfiz“, im letzten Jahr waren sie den Publikum dann schon ein wenig vertrauter, wie sie da in einer Nebenhandlung auf der Bühne an ihrem Küchentisch saßen und sich in die Haare gerieten. Nun werden sie zum ersten Mal einen Abend allein bestreiten. Genauer gesagt, fast allein; denn mit ins Boot geholt haben die Pfälzer Mundartcomedians Bernd Wittmann, mit dem zusammen sie schon viel zusammengearbeitet haben, was die Texte betrifft. Zudem feiert Bernd Wittmann mit „5 Pälzer am Stammtisch“ vor allem im Internet Lacherfolge, er habe aber noch nicht so viel Bühnenerfahrung, sagt Peter Ruffer. Auch das ergänzt sich. Auf das gemeinsame Programm, bei dem sicher auch noch experimentiert werden wird, dürfen die Zuschauer gespannt sein.

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