Neustadt Lindwurm beißt sich in Schwanz
Der Wachenheimer Festumzug zum Doppeljubiläum der Stadt am gestrigen Sonntag hat Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen begeistert. Das erste knappe Fazit von Christiane Rosenberg vom Organisationsteam, noch während die letzten Zugnummern an ihr vorbeizogen: „Einfach toll!“
Zwei Fragen hatte die RHEINPFALZ-Berichterstattung zum Umzug aufgeworfen: Wenn fast schon die halbe Stadt mitläuft, kommen dann auch noch Zuschauer? Und: Beißt sich der Umzugswurm in den Schwanz? Die erste Frage war schon zum Umzugsbeginn mit einem klaren „Ja“ zu beantworten. So drängten sich die Zuschauer in Vierer- und Fünferreihen an der Ecke Weinstraße/Burgstraße. Kurz vor halb zwei herrschte auch zur anderen Frage Gewissheit: Der Lindwurm biss sich schon bei der Hälfte in den Schwanz. Die jüngsten Teilnehmer von Kindergarten und Grundschule, die als Wachenheims Zukunft den Abschluss bildeten, mussten eine Weile im Stau stehen. Doch die Guggenmusik aus Speyer hielt die Laune im grünen Bereich. Zumal das Wetter, das es bisher mit dem Stadtjubiläum nicht gut gemeint hatte, bis auf ein leichtes Nieseln mitspielte. Ob ein ortstypisches Getränk eine Nebenrolle bei der guten Stimmung spielte, sei dahin gestellt. Das im Vorfeld verhängte Verbot, vom Umzug aus Wein auszuschenken, wurde jedenfalls allseits ignoriert. Aufwendige Motivwagen, liebevolle Verkleidungen und historische Trachten und das Gefühl, dass alle sich mit Herzblut am Fest beteiligen, sorgten für gut gelaunte Gesichter. 25 Jahre nach dem letzten Jubiläumsumzug haben Elfriede Gleber, Christiane Rosenberg und Rainer Bergner vom Organisationsteam Wachenheim nicht nur einen tollen Tag beschert, sie haben auch die Messlatte für den nächsten Umzug in 25 Jahren ganz schön hoch gelegt.