Neustadt „Lieblingsauto? Gibt es nicht“

EDENKOBEN/MAIKAMMER. Ein Schreibtisch mit Sessel, ein PC, ein Telefon, eine Tasse – das war das Arbeitsumfeld des neuen hauptamtlichen Beigeordneten der fusionierten Verbandsgemeinde Edenkoben, Eberhard Frankmann (CDU), der am Montag seinen Dienst in der Verwaltung Maikammer antrat.
„Das hat mir gereicht, die Möbel kommen noch“, sagt der 52 Jahre alte Frankmann, zu dessen Geschäftsbereich die Werke, Tiefbau und Gebäudemanagement gehören. Gleich am ersten Arbeitstag durfte sich der eingefleischte Maikammerer ins kalte Wasser geworfen fühlen. Ging es doch bei Terminen um das wichtige Thema der Schwimmbad-Sanierung in seinem Heimatort und dann um eine Firma, die sich auf Straßenaufmessung spezialisiert hat. Wer vorher mit ihm noch nicht viel zu tun hatte und nun die ersten Kontakte pflegt, der hat sofort den Eindruck: Hier geht es um einen weltoffenen, umgänglichen, bescheidenen und bodenständigen Menschen, der sich mit Fachkenntnis und Herz seinen neuen Aufgaben widmet. Mit seiner neuen Materie hatte Frankmann schon bei der Kreisverwaltung in Ludwigshafen als Referatsleiter Gebäudemanagement und als Vize in der Abteilung Bauen eine Menge zu tun. Was er bedauert, das ist, dass seine Kollegen in der Verwaltung in Edenkoben untergebracht sind. „Aber ich werde regelmäßig mit ihnen den persönlichen Kontakt suchen.“ Aber die räumlichen Verhältnisse hätten nach der von der Landesregierung veranlassten Fusion von Maikammer mit Edenkoben keine andere Lösung möglich gemacht, so der leidenschaftliche Sänger und Trompeter. Wer als Pressevertreter den Menschen hinter dem Politiker entdecken will, der findet bei ihm in vielerlei Hinsicht ein offenes Ohr. Aufgewachsen in Maikammer, die Eltern Winzer, drei Geschwister, die alle in Maikammer wohnen. Verheiratet seit 1989, drei Kinder (16, 19 und 21 Jahre alt), alle noch daheim. Auch bei der Frage nach seinen Lieblingssachen gibt sich der Christdemokrat, dessen Wahl im Rat erst nach einem CDU-internen Knatsch und dem Rückzug der vorherigen Bewerber Daniel Becker und Andreas Reuter zustande kam, offen und ehrlich. „Auch wenn es gegen den Mainstream geht, ich bin nicht für Fußball oder andere Sportarten zu begeistern“, sagt er und schränkt ein wenig ein: „Dem FCK stehe ich eher aus lokalpatriotischen Gründen nahe.“ Und wie sieht’s mit einem Lieblingsauto aus, von dem doch viele Mitmenschen träumen? „Gibt es nicht. Für mich ist ein Auto ein Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu kommen.“ Daheim gebe es zwei Autos, wobei eins hauptsächlich von den erwachsenen Kindern und das andere von seiner Frau genutzt. Und wie kommt er von A nach B? Bisher überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Bei geschäftlichen Terminen greift er überwiegend auf ein Dienstfahrzeug zurück. „Mal sehen, ob wir privat mit dem derzeitigen Fahrzeugbestand auskommen, wir wollen es in jedem Fall probieren“. In Sachen Lieblingsessen räumt Frankmann seine Vorlieben für reichhaltige Buffets ein. Allerdings mit der Einschränkung, „dass ich schon bei den Vorspeisen, insbesondere Antipasti, hängen bleibe, Schnitzel und Braten überspringe und mich dann wieder den Süßspeisen zuwende.“ In einem Fall verweigert er die Auskunft: Sein Gewicht verrät er nicht. Wie viele andere auch hätte er gerne ein paar Pfunde weniger, „das sei der dauernde Kampf, wenn man den kulinarischen Genüssen nicht abgeneigt ist“. Aber seine Größe lässt er aus dem Sack: 1,82 Meter.