Neustadt Lieberknecht hofft auf Erkenntnisgewinn im Schlagerspiel

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Hassloch. Sogenannte englische Wochen sind in der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz für dieses Jahr eigentlich vorüber. Der VfB Haßloch aber muss vor dem ersten Rückrundenspiel am Sonntag zunächst am heutigen Donnerstag „ran“.

Anlass ist die Nachholpartie beim SV Phönix Schifferstadt (19.30 Uhr), die die Bezeichnung Spitzenspiel verdient. Die Statistik weist die beiden Widersacher als „Mannschaften der Stunde“ aus. Der VfB Haßloch siegte viermal in Folge, ehe die Serie mit dem 3:3-Unentschieden bei der TSG Jockgrim endete. Phönix Schifferstadt gewann die vergangenen fünf Partien, vier davon mit einem Tor Differenz. Tiefer als auf Rang fünf war die Elf von Trainer Marc Lautenschläger im bisherigen Saisonverlauf nicht postiert. Und heute kann sie den seit dem fünften Spieltag ununterbrochen auf Platz eins thronenden ASV Maxdorf entmachten. Mit einem Sieg hätte Phönix 40 Zähler auf der Habenseite verbucht, zwei mehr als der ASV. Den Führungswechsel möchte der VfB verhindern, in erster Linie aus Eigeninteresse: Die Gelb-Schwarzen würden mit einem Erfolg bis auf drei Punkte an den Tabellendritten Fortuna Billigheim-Ingenheim heranrücken. VfB-Trainer Frank Lieberknecht wünscht sich von der heutigen Partie einen Erkenntnisgewinn: „Wie weit sind wir von so einer Mannschaft noch weg? Spielen wir auf einem Niveau? Das sind Fragen, auf die ich mir eine Antwort erhoffe.“ Lieberknecht mag seiner Elf mit Blick zurück auf das 3:3 in Jockgrim keinen Vorwurf machen. Es habe nicht an mangelnder Gegenwehr oder Leichtfertigkeit gelegen, dass aus einer 3:0-Führung lediglich ein Unentschieden wurde. Die Chancenverwertung jedoch kann der Haßlocher Trainer nicht gutheißen. „Wahnsinn, was wir haben liegen lassen“, sagt er. In Schifferstadt darf dies nicht abermals passieren, viele Gelegenheiten wird der VfB nicht bekommen. Vor allem daheim ist Phönix eine Macht – in acht Begegnungen gelangen acht Siege mit einem Trefferverhältnis von 23:2. Lieberknecht wähnt seine Elf in der Rolle des Außenseiters und den Kontrahenten unter Zugzwang. Lautenschlägers Formation habe den Druck, unbedingt in die Landesliga zurückkehren zu wollen. Und die Chance, sich das Krönchen des inoffiziellen Herbstmeisters aufs Haupt setzen zu können, sei eher eine Bürde. Ob Lieberknecht damit richtig liegt, werden die 90 Minuten zeigen. Zuzutrauen ist seiner Mannschaft alles. (aboe)

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