Neustadt
„Lang un brät – gradselääd“ – Reihe der „Pälzer Owende“ in Mußbach startet in die neue Spielzeit
Den Auftakt im neuen Jahr machen am 14. Januar der nicht zuletzt durch seine von vielen regionalen Theatern aufgeführten Mundartkomödien bekannte Ludwigshafener Rudy Kupferschmitt und der in Mutterstadt lebende Liedermacher Uli Valnion. Kupferschmitt liest aus seinem im vergangenen Jahr erschienenen Erzähl- und Gedichtband „Heimatliches und Befremdliches“, der beim Pfälzischen Mundartdichter-Wettstreit in Bockenheim ausgezeichnet wurde.
Die Kombination von Poesie und Musik prägt auch viele der weiteren Termine: So serviert der vielfach ausgezeichnete Speyerer Mundartpoet Matthias Zech am 4. Februar „prämiertes Gebabbel“, während die junge Violinistin Alyssa Knoll, ebenfalls eine Speyerin, für „Profi-Gefiedel“ sorgt. Ein literarischer Liederreigen mit dem Titel „Unter der Weide“ folgt am 25. Februar. Auf Pfälzisch, aber auch Hochdeutsch vorgetragen wird er von Liedermacher Peter Schraß, dem Sänger Edgar Zimmermann und Gitarrist Benno Burkhardt, die alle aus der Südpfalz anreisen.
Zuletzt waren alle Veranstaltungen restlos ausverkauft
Am 18. März feiern Gisela Gall, Grande Dame der Pfälzer Mundart aus Bad Dürkheim, und Kyra Schilling auf dem Hackbrett das Erwachen des Frühlings unter dem Titel „S geht nauszus“. In die pfalz-bayerische Geschichte tauchen am 8. April dann Becht selbst und der Landauer Liedermacher Heiner Pfaff ein in einem szenisch-musikalischen Vortrag über den von den Pfälzern erst geliebten, dann gehassten und am Ende wieder geliebten König Ludwig I. von Bayern.
Mit frechen Liedern aus den 1920er Jahren unterhält am 6. Mai das Meixner-Trio aus der Nordpfalz die Zuhörer mit „Berliner Schwoof im Hinterhof“. „Iwwergeschdern“, eine Eigenproduktion der Hausherrin Christel Klohr, folgt am 27. Mai. Vortragen wird sie das Programm wieder mit ihrem langjährigen Bühnenpartner Kalle Mallrich und dem Kurpfälzer Liedermacher Charly Weibel.
Ursula Schöner und Marianne Hipp, zwei „Schülerinnen“ der bekannten Chansonnette Annette Postel aus Edenkoben, präsentieren am 17. Juni verschiedene Facetten des Chansons. Begleitet werden sie am Klavier von Peter Schnur, der auch Postel zur Seite steht. Die Saison endet am 1. Juli mit dem „Hoffmann-Duo“ aus Neupotz und „Inges Choronagruppe“, einem elfköpfigen Chor mit Gitarrenbegleitung. Titel: „Mer stehn zu pälzisch lang un brät – gradselääd“.
Im letzten Halbjahr waren alle „Pälzer Owende“ ausverkauft – es empfiehlt sich also, frühzeitig zu reservieren. Gerd Becht seinerseits will die Reihe weiterführen, „so lange ich kann“, wie er sagt. Zur Zeit entwickelt zudem unter seiner Leitung ein Arbeitskreis im Künstlerhaus Edenkoben sogenannte „Mundartwege“, die Gemeinden in der Vorderpfalz kostenlos angeboten werden sollen.
Noch Fragen?
Alle „Pälzer Owende“ finden an Dienstagen statt und beginnen um 19 Uhr im Weingut Klohr in Neustadt-Mußbach, wo jeweils bereits ab 18 Uhr für Speis und Trank geöffnet ist. Eintritt: 10 Euro. Um Reservierung unter 06321 66439 oder info@weingut-klohr.de wird gebeten.