Neustadt Land und Leute:
Ungewohntes erlebten Deidesheimer Boulefreunde und ihre Sportkameraden aus der Partnergemeinde St. Jean de Boiseau in der Bretagne: Sie verbrachten ein gemeinsames Wochenende mit zweitägigem Turnier auf dem Bouleplatz des Tennisclubs Deidesheim. Ungewohnt für die Gäste aus Frankreich, die den Boulesport sozusagen im Blut haben: Den Sieg mussten sie nämlich den Pfälzern überlassen. Sehr „zu ihrem Leidwesen“, wie ein Teilnehmer berichtet. Weinprinzessin Kathrin und Bürgermeister Manfred Dörr haben die Pokale überreicht. Ungewohntes gab es auch kulinarisch: für die Franzosen erstmals den Pfälzer Saumagen. Und für viele der Deidesheimer erstmals: frische Austern aus der Bretagne. Für die meisten jedenfalls ein Genuss, wie wiederum glaubhaft berichtet wird. Damit beim nächsten Treffen, das man sich schon für bald vorgenommen hat, alles wieder in gewohnteren Bahnen verläuft, haben die Gäste angekündigt, zu Hause mehr zu trainieren und die Pokale dann ins Land des Boulesports zu holen. (ff) Die „Schöne Aussicht“ hoch über Lambrecht, auch „Wildsaukopf“ genannt, belohnt Wanderer und Biker nach dem Aufstieg mit einem herrlichen Blick über die Stadt und das Luhrbachtal. Das wissen auch die Teilnehmer des Gäsbock-Mountainbike-Marathons zu schätzen, die dort vor der Zielabfahrt so richtig durchschnaufen können. Nach den gut 50 beziehungsweise 70 Kilometer langen Touren auf den Trails quer durch den Pfälzerwald genießt man hier alljährlich die Verpflegung, die eine Gruppe ehemaliger Franckenecker Fußballer anbietet. Pfälzer Tapas wurden beim 16. Marathon gereicht: Brot mit einer vierteiligen Hausmacher Wurstscheibe und Quarkschnitten mit Schnittlauch. Passend zum Motto „Sweet little Sixteen“ spielte eine Band Songs der 60er-Jahre. Krönung ist Jahr für Jahr das erste Bier (auch alkoholfrei) nach der anstrengenden Fahrt. Die herrliche Aussicht macht das Glück perfekt. Zum Relaxen mit Blick aufs „Pfälzerwaldkino“ lädt die Wellenliege ein, von der IG-Mountainbike Lambrechter Tal 2013 als Ersatz für die marode gewordene Bankgruppe aufgestellt. Zwei Stehtische fürs Picknick ergänzen das Ensemble. Den Namen „Wildsaukopf“ verdankt der Rastplatz einer großen Steinplatte, die in ihrer Form an den Kopf des Waldtieres erinnert. Beim Anlegen der Waldwege vor rund 30 Jahren hatte eine Raupe sie bergabwärts Richtung Tal geschoben. Damals barg der Lambrechter Saubrunnen-Verein die abgerutschte Platte mit einem Kranwagen und legte sie auf der Bergseite ab. Letztlich ließ der Forst, unterstützt vom Pfälzerwald-Verein Lambrecht, einige Bäume schlagen und Hecken entfernen, um den Blick ins Tal freizugeben, wie man ihn heute noch genießen kann. (anzi)