Neustadt Land und Leute:
Deidesheim und der Geißbock; Das gehört einfach zusammen. Und das weiß auch ein junges schwedisches Paar, das sich über ein Jahr zugunsten der SOS Kinderdörfer auf lange Reisen begab, um Spenden für deren Arbeit zu sammeln. Ihr Name: Hampus und Elin. In ihrem Fahrzeug hatten sie auch als Begleiter Einstein, einen kleinen Plüschgeißbock aus Deidesheim, mit auf der Tour. So wie zuletzt in der Mongolei, in die Sahara und überall, wo sie in den fremden Ländern unterwegs waren, wurde das Maskottchen der Stadt bewundert. Die Menschen dort erkundigten sich nach der Geschichte des Geißbocks. Da das schwedische Paar eng mit Friederike Zeit, der Deidesheimer Künstlerin, befreundet ist, kannten sie auch diese Geschichte um das Tier, das stets gut gebeutelt und gut gehörnt von der Stadt Lambrecht am Dienstag nach Pfingsten an der Stadtgrenze von Deidesheim übergeben werden muss. Insofern galt Einstein als tierischer Botschafter Deidesheims auf den Reisen der jungen Schweden aus Lund. Die Reise mit dem Deidesheimer Maskottchen war erfolgreich: Über 15.000 Euro wurden in den vergangenen Wochen und Monaten mit ihm auf der Tour zugunsten der SOS-Kinderdörfer eingenommen. Den Abschluss bildete ein Besuch im historischen Rathaus der Stadt Deidesheim, wo sich Bürgermeister Manfred Dörr und viele Freunde von Friederike Zeit mit dem jungen schwedischen Paar zu einem Gläschen Wein trafen. Und Einstein kehrte auch wieder in seine Heimat zurück. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Er ist wieder daheim, andererseits wollte er die Zeit in der weiten Welt für einen guten Zweck nicht missen .... Übrigens: Über die Touren informiert das Paar aus Lund im Internet unter www.aventyrsrally.se. Auch auf Deutsch. (wij) Das Durchfahrtsverbot für Autos am Wochenende und an den Feiertagen soll den Aufenthalt auf dem Marktplatz Deidesheim zwischen Weinstraße und Bahnhofstraße ruhiger und attraktiver machen. Aber immer wieder haben Gäste aus nah und fern diese verkehrsrechtliche Anordnung des Durchfahrtsverbots schlicht und einfach ignoriert. Da fiel Franz Arnold, der mit einigen Freunden vor der Weinbar am Marktplatz saß, ein, einfach mal Flagge für diese Entscheidung zu zeigen. Als Mitglied des Stadtrats Deidesheim hat er ja diesen politischen Beschluss mitgetragen. Er rückte kurzerhand seinen Stuhl von der Außenbewirtung um zwei Meter auf die Fahrbahn. Einfach, um zu zeigen, dass man es mit dieser Anordnung ernst meint. Was tat der Mann hinter dem Steuer einer noblen Karosse? Ihm fiel nichts Besseres ein, als sich über die Aktion zu beschweren. Dafür gab es keinen Grund. Er hätte nur die Schilder beachten müssen. Franz Arnold blieb ganz unaufgeregt, ließ sich auf das Wortgefecht nicht ein. Das Ende vom Lied: Der Pkw-Fahrer legte den Rückwärtsgang ein und suchte – richtigerweise – über die Bahnhofstraße das Weite. So geht es also auch .... (wij)