Neustadt Land und Leute:

91-76327349.jpg

Der aus Indien stammende Kaplan Chandra Nudurupati, der nach über vier Jahren Seelsorger-Tätigkeit im Pfarrverband Deidesheim im August nach Dahn versetzt worden war, soll Deidesheim nicht so schnell vergessen. Deshalb hat er jetzt ein besonderes Geschenk als bleibende Erinnerung bekommen: eine Stola mit Deidesheimer Wappen. Vor seinem Wechsel nach Dahn war Kaplan Chandra in einem Gottesdienst mit über 400 Gläubigen aus dem ganzen Pfarrverband verabschiedet worden und hatten Erinnerungspräsente erhalten. Damals war auch bekannt geworden, dass ein Deidesheimer Ehepaar eine Stola fertigen lässt, die das Deidesheimer Stadtwappen zieren soll. Nun war es so weit. Das Ehepaar, das in der Zeitung nicht genannt werden will, überreichte dem sichtlich bewegten indischen Priester die handgefertigte Stola. Dieses liturgische Gewandstück, dessen Tragen bei gottesdienstlichen Handlungen vorgeschrieben ist, trägt auf dem einen Streifenende das Bildnis der Muttergottes mit dem Christuskind, am anderen Streifenende im leuchtenden Blau das Deidesheimer Stadtwappen mit schwebendem Kreuz und zwei Sternen. Darunter eine Traube, was ja sowohl an Deidesheim als auch an biblische Texte erinnert. Somit wird – wenn Kaplan Chandra in zwei Jahren wieder in sein indisches Heimatland zurückkehrt – gleich wo auch immer, das Deidesheimer Stadtwappen sichtbar sein. „Natürlich werde ich im Dahner Felsenland dieses Schmuckstück auch schon tragen“, sagt der Inder schmunzelnd, der in Deidesheim gut mit der Pfälzer Lebensart vertraut geworden ist. (rr)

x