Neustadt Land und Leute:

. Playmobil-Figuren sind nicht nur ein einfaches Spielzeug und keineswegs nur etwas für Kinder. Auch Erwachsene können damit Treffliches anfangen. Zum Beispiel das Brauchtum im Ort fördern. So wie Martin Schnabel aus der Weinstraße in Deidesheim. Er inszeniert die Geißbock-Versteigerung mit Tributbock, Brautpaar, historischem Stadtgericht und Zuschauern mit Hilfe der Plastikfiguren aus dem Spielzeugkasten. Dazu kommt noch Handarbeit, zum Beispiel beim Aufbau der Bühne aus Karton. Und die Szenerie kommt zu Pfingsten ins Fenster seiner Wohnung. So können sich auch Passanten einige hundert Meter vom Ort der eigentlichen Versteigerung ein Bild von dem Brauchtum machen. Martin Schnabel hat ein richtiges Faible für die Playmobil-Figuren. Er selbst hat als Kind gerne damit gespielt. Auch die fünfjährige Tochter Lenia hat diese Vorliebe, während die zwölfjährige Louisa allerdings inzwischen andere, ihrem Alter gemäße Interessen hat. Martin Schnabel bedient sich auch als Erwachsener kreativ des Spielzeugs, um damit Szenen aufzubauen, die ihm Spaß machen. Mehr noch – die Plastikmännlein und -weiblein haben ihn im Leben durchaus an wichtigen Stationen begleitet. „Ich habe meiner Frau Peggy den Heiratsantrag mit Hilfe von Playmobil-Figuren gemacht“, verrät er. Mit Erfolg: „Sie hat Ja gesagt.“ Und wenn man dann noch erfährt, dass der Deidesheimer von Beruf „Modellbauer“ ist, denkt man gleich „Aha“. Mit Spielzeugfigürchen hat sein Beruf aber nichts zu tun. Martin Schnabel konstruiert ganz seriöse Modelle für die Industrie. Aber dass der Umgang mit dem Spielzeug von früher geholfen hat, diese berufliche Richtung einzuschlagen, ist ja vielleicht doch nicht ganz von der Hand zu weisen .... (ff)