Lambrecht RHEINPFALZ Plus Artikel Lambrecht verteilt 533.200 Euro neu: Kultur- und Tourismusprojekte im Fokus

Das Geißbockspiel in Lambrecht ist eines der Projekte, das gefördert werden soll.
Das Geißbockspiel in Lambrecht ist eines der Projekte, das gefördert werden soll.

533.200 Euro fließen wegen des Regionalen Zukunftsprogamms des Landes nach Lambrecht. Ein Ausschuss kippt Teile der Planung und setzt neue Akzente.

Etwa 533.200 Euro erhält die Stadt Lambrecht aus dem Regionalen Zukunftsprogramm des Landes. Im März hatte der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats beschlossen, für welche Vorhaben das Geld ausgegeben werden soll. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Fremdenverkehr und Kultur wurden jedoch Änderungen gefordert.

In dem Ausschuss ging es ausschließlich um Projekte aus den Bereichen Kultur und Fremdenverkehr. Das Land hatte vorgegeben, aus welchen Bereichen Projekte gefördert werden und dass die Mittel nach einem festen Prozentsatz auf diese verteilt werden müssen. Der zuständige Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung Lambrecht hatte die Wünsche aus den sieben Orten entsprechend zugeordnet.

Schilder mit Geschichte der Stadt

Er sei mit der Verteilung nicht einverstanden, zudem würden einzelne Projekte nicht den Vorgaben entsprechen, sagte Hans-Josef Hartmann (SWG). Als Beispiel nannte er die Gestaltung und Aufwertung der Ortseinfahrten. Er äußerte Zweifel, dass die Stadt unter diesen Voraussetzungen die gewünschten Mittel vom Land erhält. Diese seien bereits bewilligt, informierte Bürgermeister Andreas Ohler (CDU). Änderungen seien jedoch bis Ende des Jahres möglich.

An den Ortseingängen und am Bahnhof sollen Schilder aufgestellt werden, die über die Geschichte der Stadt, die Tuchmacherei und das Geißbock-Brauchtum informieren. Für dieses Projekt sind 20.000 Euro vorgesehen. Hartmann bezweifelte die Notwendigkeit und kritisierte die mangelnde Nachhaltigkeit solcher Schilder. Informationsschilder könnten jedoch zur Identifikation mit der Stadt beitragen, entgegneten Silvia Zillich (CDU) und Robert Westerberger (CDU). Bei zwei Enthaltungen der FWG sprach sich der Ausschuss dafür aus.

34.000 Euro für eine Bühne

Für knapp 15.000 Euro sollen Hilfsmittel für Veranstaltungen angeschafft werden, darunter Beamer, LED-Bildschirm, Stellwände, Hängevorrichtungen, Lautsprecher und Stühle. Diese sollen vor allem im Zunfthaus, aber auch bei Vereinsveranstaltungen genutzt werden. Auch dazu gab es Zustimmung, bei Enthaltungen der FWG.

34.000 Euro sind für eine Bühne sowie ein großes und ein kleines Zelt vorgesehen. Diese würden unter anderem für die Kerwe und den Heimatabend zur Geißbockübergabe benötigt, erklärte die Beigeordnete Tanja Bundenthal-Beck (FWG). Auch Vereine und die Grundschule könnten die Ausstattung nutzen. Der Ausschuss stimmte einstimmig zu.

Suche nach einem Image

Für eine Medien- und Imagekampagne sind 40.000 Euro eingeplant. Am Beispiel Deidesheim sehe man, dass das Geißbock-Brauchtum touristisch besser genutzt werden könne. Eine Agentur soll Vorschläge erarbeiten. Zunächst müsse geklärt werden, welches Image angestrebt wird, sagte Westerberger. Dafür soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden.

Julia Steiner (FWG) und Bundenthal-Beck forderten, einen Teil der Mittel für eine Überarbeitung des Geißbock-Spiels zu verwenden – vorausgesetzt, die Autoren oder deren Nachkommen stimmen zu. Das Stück müsse modernisiert werden, da es jüngere Menschen kaum anspreche. Bei einer Enthaltung wurde auch diesem Vorschlag zugestimmt.

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