Neustadt Kulturzentrum im Klemmhof?

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Die FWG schaltet sich in die Diskussion über neue Nutzungsmöglichkeiten für den Klemmhof ein. In der nächsten Stadtratssitzung soll beantragt werden, dass dazu eine Projektgruppe eingerichtet wird. Die Überlegungen der Freien Wähler gehen in Richtung Kulturzentrum.

Die von Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer (CDU) vorgeschlagene Nutzung als Domizil für das Mehrgenerationenhaus können die Freien Wähler sich grundsätzlich auch vorstellen. Allerdings greife dieser Vorschlag zu kurz. „Es geht darum, eine umfassende und dauerhafte Lösung zu finden“, sagte FWG-Chef Marc Weigel. Zur Frage, wie diese aussehen könnte, haben die Freien Wähler eine Reihe von Ideen gesammelt, die nun geprüft und zu einem Konzept verarbeitet werden sollen. Im Zentrum steht die Idee eines „multifunktionalen Kultur- und Veranstaltungszentrums“. Lesungen, Vorträge, Kleinkunst sowie Ausstellungen und Konzerte könnten demnach im Klemmhof stattfinden. „Ab einer bestimmten Größenordnung fehlen in Neustadt Veranstaltungsräume“, sagte Weigel. Er könne sich auch vorstellen, die Passage zu schließen und das Treppenhaus zu einer Art Forum umzunutzen. Wichtig sei außerdem die Einbeziehung des Außenbereichs, ergänzte Gianni Raneri, der für die FWG im Aufsichtsrat der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WEG) sitzt. Mit Pflanzen sowie Sitz- und Spielmöglichkeiten soll Gästen, die aus Richtung Bahnhof kommen, ein einladender „Zwischenstopp“ auf dem Weg zum Marktplatz geboten werden. Außerdem soll das Konzept „Wasser in die Stadt“, an dem die Bürgerstiftung Neustadt arbeitet, miteinbezogen werden. Wie berichtet, hat die Stiftung die Idee, den früheren Verlauf des Speyerbachs durch die Innenstadt auf zwei Etappen nachzubilden. Eine dieser Etappen führt am Klemmhof vorbei. Auch Christoph Meininger, ebenfalls WEG-Aufsichtsratsmitglied für die FWG, betonte: „Die Idee mit dem Umzug des Mehrgenerationenhauses in den Klemmhof ist gut, reicht aber nicht aus.“ Der Klemmhof sei ein „Krebsgeschwür“ und die Stadt habe keine Zeit zu verlieren bei der Umnutzung. Neben einem Kulturzentrum könnte der Klemmhof den FWG-Überlegungen zufolge künftig auch „besucherintensive Verwaltungseinheiten“ beherbergen. Gedacht ist etwa an die Kulturabteilung, das Stadtarchiv oder die Tourist-, Kongress- und Saalbau GmbH (TKS), die zurzeit am Hetzelplatz untergebracht ist. Dadurch ergäben sich auch Möglichkeiten der Gegenfinanzierung, sagte Weigel. Auch die Einbindung des Klemmhofs in ein neues städtisches Museumskonzept sollte nach Auffassung des FWG-Chefs kein „Denkverbot“ sein. Die Ausstellung in der Villa Böhm sei technisch veraltet und müsse mittelfristig neu konzipiert werden. Darüber hinaus könnte die FWG sich eine Weiterentwicklung des Wohnkomplexes in Richtung eines altengerechten Wohnumfelds (Bielefelder Modell) vorstellen – diesen Gedanken verfolgt auch Bürgermeister Röthlingshöfer. Die FWG würde das Konzept außerdem noch ergänzen durch ein „passendes gastronomisches Angebot“. Und eine öffentliche Toilette im Erdgeschoss. (kkr) Wochenspiegel

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