Neustadt Kreativ für Stimmung gesorgt
Gut besucht war am Donnerstagabend der Weihnachtsmarkt im Atrium des Kurfürst-Ruprecht-Gymnasiums, organisiert von der zwölften Jahrgangsstufe.
„Damit soll Geld für unsere Abiturfeier im nächsten Jahr in die Kasse kommen“, erklärte Stefanie Riesterer. Die 17-Jährige und ihre gleichaltrigen Stufenkollegen Sandra Eder und Moritz Baron erhielten von der Schulleitung vertrauensvoll freie Hand. Baron: „Wir klärten alles im Vorfeld mit der stellvertretenden Schulleiterin Ulrike Bahl ab, und auch unsere Direktorin Lenelotte Möller war von der Idee begeistert.“ Kleine technische Probleme, die erst sichtbar wurden, als im großen Wirtschaftszelt mehrere Wärmebehälter mit Glühwein, Kinderpunsch und Suppe für eine Überlastung der Stromleitung sorgten, lösten die Schüler dann im Teamwork. Dass sie auch bei den Mülltüten improvisieren mussten, weil sie nicht an Mülleimer gedacht hatten, war ein weiterer Punkt, den sie an die nachfolgenden „Zwölfer“ als gesammelte Erfahrungen vermerken können. Mit Lichterketten und Holzfeuer sorgten sie im großen Innenraum der Schule für winterliche Stimmung. Die verantwortlichen Schüler hatten auch genau im Blick, wer von den Gästen den alkoholischen Glühwein bekommen darf. „Nur für Schüler über 16“, sagte Eder. An den in dieser Hinsicht unverfänglichen Suppentöpfen war Selbstbedienung. Die 13-jährige Malena Gies war begeistert: „Die Kürbissuppe ist lecker und wärmt natürlich.“ Mit Songs wie „Walking in a Winter Wonderland“ und „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“ unterhielt der eigens gegründete Projektchor unter Leitung von Musiklehrer Carsten Wegener die Gäste. Schüler des Kunstleistungskurses der 13. Jahrgangsstufe stellten zudem ihre Arbeiten aus. Darunter waren kreativ gestaltete Werbeplakate und Verpackungen für imaginäre Produkte. Vorgestellt wurde auch eine neue Kollektion an Kapuzenpullis, Shirts, weiteren Kleidungsstücken und Accessoires, die ebenfalls von der zwölften Jahrgangsstufe herausgegeben wurde. In dieser Woche hatten die Schüler Gelegenheit, die Kleidungsstücke anzuprobieren und zu bestellen. Das Emblem auf der Vorderseite – ein skizziertes Schulgebäude im quadratischen Grundriss – soll die Verbundenheit mit der Schule verstärken. In einem kleinen Ideenwettbewerb hatten Schüler Entwürfe einreichen können. Die Organisatoren unter Jana Schröder entschieden sich dann für jenes Symbol, das Anton Ziegler aus der sechsten Klasse entworfen hatte. „Wir haben die Vorderseite als offene Front gelassen. Damit soll gezeigt werden, dass wir eine offene Schule sind“, so Schröder. Aber auch eine Schule mit Tradition, wie die in das Emblem eingelassene Jahreszahl „1578“ verrät. Damit verbindet das altsprachliche Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium seine Geschichte mit dem 1578 von Pfalzgraf Johann Casimir gegründeten „Casimirianum“, das als Vorläufer des KRG gilt. |kle