Neustadt Komplett neuer Oberbau geplant

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Mit einem Zuschuss des Landesbetriebs Mobilität (LBM) möchte die Stadt Deidesheim die Eisenbahnbrücke in der Niederkirchener Straße erneuern. Die Brücke ist schon lange in schlechtem Zustand und der Straßenverkehr auf ihr stark eingeschränkt.

In der Sitzung des Deidesheimer Stadtrats am Dienstagabend haben Stadtbürgermeister Manfred Dörr und Robin Schier, Leiter des Sachgebiets Finanzen bei der Verbandsgemeinde, die Erneuerung der Brücke als eine der kommenden Hauptinvestitionen der Stadt benannt. Sie ist im Haushaltsplan für das laufende Jahr noch nicht enthalten. Geschätzte Kosten: 255.000 Euro. Note vier heißt für Schüler, dass sie aufatmen können: Sie haben bestanden. Note vier bei einer Brücke bedeutet das Gegenteil: Sie ist nicht mehr standsicher. Die Brücke in der Niederkirchener Straße über die Eisenbahnlinie hat sozusagen die drei minus. Schon im Jahr 2006 hatte ein Statiker die Zustandsnote 3,4 vergeben. Der Grundzustand hat sich in jüngster Zeit nicht weiter verschlechtert. Dennoch gibt es Handlungsbedarf. Das Planungsbüro, das nach der jüngsten Hauptprüfung befragt wurde, hat den Vorschlag gemacht, den Oberbau der Brücke komplett zu erneuern. Die Widerlager seien nämlich noch in Ordnung, sagt Nina Lill, Leiterin des Fachbereichs Bauen bei der Verbandsgemeindeverwaltung. Folge man dem Vorschlag des Planungsbüros, heiße das, der Oberbau aus Stahlbeton verschwinde komplett und ein Neubau werde aufgesetzt. Die Sanierung der Brücke ist Aufgabe der Stadt Deidesheim. Diese hatte die Brücke im Jahr 2003 unter dem damaligen Stadtbürgermeister Gillich übernommen. Mit der finanziell negativen Folge für die Stadt heute, dass sich die Deutsche Bahn an der Sanierung nicht mehr beteiligen muss und die Kosten an der Stadt hängen bleiben. Die Bahn pocht allerdings auf die Sicherheit der Brücke, die die Bahnstrecke zwischen Neustadt und Bad Dürkheim überspannt. Gesprochen wurde allerdings mit dem Landesbetrieb Mobilität wegen eines Zuschusses. Zwar ist die Niederkirchener Straße eine Ortsstraße. Sie hat aber überörtliche Bedeutung, weil sie eine Kreisstraße mit der Weinstraße verbindet. Und dann ist ein Zuschuss möglich. Die Stadt hofft auf eine Zuwendung in Höhe von knapp über 130.000 Euro. Die Genehmigungsplanung für die Brücke ist vergeben worden. Liegt sie vor, muss sie dem Landesbetrieb vorgelegt werden, der dann definitiv über den möglichen Zuschuss Bescheid geben kann. Und erst, wenn dieser zugesagt ist, kann mit der Sanierung begonnen werden, informiert Nina Lill. Im nächsten Jahr wird es vermutlich so weit sein. Die Brücke ist nur noch sehr eingeschränkt befahrbar, um den statischen Zustand nicht weiter zu verschlechtern. Schon vor einigen Jahren wurde geregelt, dass nur nur noch Fahrzeuge mit maximal 2,8 Tonnen Gewicht auf der Brücke fahren dürfen. Außerdem wurde die Geschwindigkeit auf 20 Stundenkilometer beschränkt. Zuvor schon wurde bereits die Fahrbahn mit Leitschwellen und Reflektorelementen eingeengt, um einen Begegnungsverkehr auf der Brücke unmöglich zu machen. Neben einer Komplettsanierung wurde auch schon über Alternativen, die weniger kosten, gesprochen. Das hätte aber möglicherweise bedeutet, dass ganz Schluss mit dem Autoverkehr auf der Brücke ist. Als eine Alternative hatte Dörr vor Jahren eine Brücke genannt, die nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben ist. Das wäre aber verkehrstechnisch ungünstig. Die Brücke über die Eisenbahnlinie ist Teil der kürzesten Verbindung vom nördlichen Teil Deidesheims nach Niederkirchen. (ff)

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