Neustadt Kommentar: Zu starke Belastung

Die Äußerung von Bürgermeister Manfred Kirr, dass die Verbandsgemeinde Lambrecht nicht schlechter behandelt werden wolle als andere Orte, könnte zu einem Schuss nach hinten werden. Denn eigentlich wird die Verbandsgemeinde bei der Notarztversorgung besser behandelt als viele andere Gemeinden. Für die etwa 12.000 Einwohner der Verbandsgemeinde steht ein Notarzt zur Verfügung, für die über 80.000 Menschen in Neustadt, Haßloch und Teilen der Verbandsgemeinde Deidesheim gibt es auch nur einen Notarzt. Trotzdem ist es richtig, dass die Kostenträger Geld für einen Notarzt in Lambrecht zur Verfügung stellen. Die geographische Struktur in der Verbandsgemeinde ist nicht einfach und es kann länger dauern, bis ein Notarzt zu Hilfe eilen kann als in Neustadt, Haßloch und der Verbandsgemeinde Deidesheim. Außerdem ist in Neustadt ein Krankenhaus vor Ort. Es ist jedoch illusorisch zu glauben, dass die Kassen mehr Geld als bisher zur Verfügung stellen werden. Die politisch Verantwortlichen in der Verbandsgemeinde Lambrecht wären gut beraten, die Gründung eines Fördervereins anzugehen. Denn so könnten die drei als Notärzte aktiven Mediziner der Verbandsgemeinde entlastet werden. Die werden ihre derzeitige extrem hohe Belastung nicht mehr lange aushalten können.