Neustadt Kommentar: Wünsche und Kosten

Von der großen Resonanz auf die Informationsveranstaltung zum Kalmitbad mit über 200 Besuchern waren selbst der Förderverein und die Werbegemeinschaft überrascht. Sie zeigt, dass die Badsanierung die Bevölkerung in Maikammer und den Nachbargemeinden bewegt. Die Botschaft zumindest der Besucher, die sich zu Wort meldeten, war klar: Sie möchten im Interesse der Schwimmer das 50-Meter-Becken erhalten. Gerade wegen dieser guten Voraussetzungen sei das Bad auch so beliebt. Das ist eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite stehen die Kosten. Und das Interesse der Verbandsgemeinde Edenkoben, mit dem Land auf eine Einigung zu kommen, die finanziell nicht allzu schmerzhaft für die Verbandsgemeinde wird und möglichst einen Landeszuschuss sichert. 1,1 Millione Euro Kosten weniger für die Alternative mit 25-Meter-Becken sind schließlich kein Pappenstiel. In Maikammer ist man immer noch sehr frustriert, dass eine ursprüngliche Zusage des früheren Innenministers Karl-Peter Bruch, die Sanierung der Schwimmbadtechnik zu fördern, später rückgängig gemacht worden ist. Maikammerer Kommunalpolitiker setzen darauf, um einen Kompromiss mit dem Land zu verhandeln, der sowohl den Erhalt des 50-Meter-Beckens als auch eine deutliche Kostenreduzierung möglich machen soll. Auch die Ortsgemeinde Maikammer wäre laut Ortsbürgermeister Karl Schäfer bereit, dazu einen Beitrag zu leisten. Die Kernfrage ist, ob das Innenministerium in Mainz bereit ist, sich zu bewegen. Denn bisher steht die von Verbandsbürgermeister Olaf Gouasé in Maikammer zitierte Aussage aus dem Innenministerium, dass „Ziel der Schwimmbadförderung letztlich die Senkung des Betriebskostenzuschusses pro Badegast“ sein müsse und „die Förderung eines 50-Meter-Beckens sportfachlich nicht geboten“ sei.