Neustadt Kommentar: Mit den Winzern, nicht gegen sie

Für die Unkrautentfernung auf
Weinbergsterrassen und in
Steillagen ist eine Lösung nötig. Denn maschinell geht hier nichts.
Winzer, Naturschützer und die Stadtverwaltung als Untere Naturschutzbehörde sind bisher davon ausgegangen, dass der Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft generell erlaubt ist – also auch im Naturschutzgebiet. Die SGD Süd nicht? Falls sie die Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung von 2003 in all den Jahren auf dem Schirm hatte, fragt man sich, wieso das Verbot nie ein Thema war, auch nicht bei Ortsterminen in Naturschutzgebieten. Inzwischen haben einige Winzer im Naturschutzgebiet von sich aus die Unkrautbekämpfung auf maschinelle Entfernung umgestellt. Generell ist der Glyphosateinsatz im Weinbau deutlich zurückgegangen. Für Steillagen und Weinbergsterrassen gibt es aber weiterhin keine Alternative außer der Hacke. Hier ist eine Lösung nötig. Mit den Winzern, nicht gegen sie. Sonst werden solche Flächen künftig brachliegen.