Neustadt Kommentar: Mehr Orientierung

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Bummelstrecken für

Touristen sind gut. Genau

so wichtig ist aber ein

gutes Leitsystem für Autofahrer.

Gemeinden, die Teilbereiche für Fußgänger ausweisen und folglich für Autofahrer sperren wollen, habe es nie einfach. Da müssen sich „eingefahrene“ Gewohnheiten ändern, die Verkehrswege für Autofahrer werden länger, Parken vor der Haustür ist nicht mehr möglich. In Deidesheim geht es nur um ein winziges Stück, gerade mal 50 Meter, die täglich ab Mittag zur Fußgängerzone werden sollen. Allerdings hat das Auswirkungen auf die Verkehrsströme. Im engen Ortskern von Deidesheim gibt es keine großzügigen Ausweichstraßen, mit der das alles glatt zu umgehen ist. Umso wichtiger ist es für die Kleinstadt, bald ein funktionierendes Verkehrs- und Parkleitsystem zu bekommen. Das ortsunkundige Fahrer schnell und unkompliziert zu Parkplätzen führt und von dort zu allen wichtigen Einrichtungen, zur Gastronomie und den Sehenswürdigkeiten. Dem Tourismus tun Verkehrsberuhigung und mehr Bummelstrecken im Ort gut. Aber auch ein Service für die vielen Autofahrer, die den Ort vor allem am Wochenende besuchen, ist nötig. Ein Beispiel, wie es nicht laufen sollte, war beim Adventsmarkt 2014 zu erleben. Damals wurden Autofahrer zwar weit vor der Stadt gewarnt, dass es im Ort keine Parkplätze gibt. Ein Hinweis, wo sie Parkplätze am Ortsrand finden, hat aber gefehlt. Gute Orientierung tut not. Sonst ist unnötiger Parksuchverkehr die Folge.

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