Neustadt Kommentar: Haardt als Vorbild

Der Bürgerkrieg in Syrien und Irak ist in der deutschen Provinz angekommen. Der Ansturm der Flüchtlinge ist größer als erwartet, überall fehlen jetzt die Unterbringungsmöglichkeiten. Auch in Neustadt. Die Plätze in der ehemaligen Fachklinik in Haardt sind alle belegt, ebenso die Wohnungen, die die Stadt angemietet hat. Weitere Wohnungen anzumieten, würde das Problem nur verschieben. Bleiben also nur Container, die jetzt „Unterkünfte in Leichtbauweise“ heißen. Aber wo? Um einigermaßen schnell zu Potte zu kommen, ist ein erschlossenes Gelände notwendig. Von den vier Vorschlägen, die zurzeit diskutiert werden, bleibt da wahrscheinlich nur das Grundstück in der Landwehrstraße übrig. Und selbst da könnte es sein, dass die Flüchtlinge in Neustadt ankommen, bevor die Unterkunft steht. Dann werden Übergangslösungen notwendig. In anderen Städten sind schon Turnhallen genutzt worden. Mittelfristig sollte sich die Standortsuche für Flüchtlings-unterkünfte auf die Ortsteile konzentrieren. Das Beispiel Haardt zeigt, dass die Integration dort gut bewältigt werden kann.