Neustadt Kommentar: Den Nachbarn brüskiert

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Erst Gespräche mit dem Landkreis versprechen und diese dann

nicht zur Chefsache machen – die Kritik an Waltraud Blarr ist berechtigt.

Mehrmals hat Waltraud Blarr in den vergangenen zwei Jahren Gespräche mit dem Landkreis Bad Dürkheim über die IGS-Pläne von Neustadt angekündigt. Ihre Parteifreundinnen aus dem Landkreis, in Person der ehemaligen Landtagsabgeordneten Ruth Ratter und auch Pia Werner, der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Kreistag, liegt das Thema so sehr am Herzen, dass sie bei öffentlichen Veranstaltungen immer wieder darauf hinwiesen. Und was macht die Schuldezernentin von Neustadt? Sie spricht den Landrat am Rande einer Tagung, bei der ein ganz anderes Thema im Mittelpunkt steht, kurz an und überlässt den Rest ihrer Fachabteilung. Der Hinweis, nach der Empfehlung der Schulgutachter, die sich gegen eine Kooperation mit dem Landkreis aussprechen, habe es keine Notwendigkeit mehr gegeben, mit Bad Dürkheim zu sprechen, ist eine Brüskierung der Nachbarkommune. Wenn kommunale grenzüberschreitende Zusammenarbeit wichtig ist, dann doch beim Thema Schule. Das gilt aber auch für Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld . Der hätte ja schon früher auf die Idee kommen können, seinen CDU-Parteifreund Hans Georg Löffler anzurufen. Wie überhaupt die Diskussion ein schlechtes Licht auf die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Neustadt und dem Landkreis Bad Dürkheim wirft. Ein vollkommen überflüssiger Streit gefährdet eines der wichtigsten Projekte der laufenden Legislaturperiode des Neustadter Stadtrates.

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