Neustadt „Klassenverbleib ist vollkommen unmöglich“

Die Medenrunde startet: Zum Auftakt schlagen die Herren-65 des TC Haßloch in Mannheim auf.
Die Medenrunde startet: Zum Auftakt schlagen die Herren-65 des TC Haßloch in Mannheim auf.

«Neustadt/Hassloch.» Mit der Freiluftsaison beginnt bei den Tennisclubs der Region die Medenrunde. Vom TC Haßloch spielen die Herren-65 nach dem Aufstieg in der für sie höchsten deutschen Spielklasse, in der Regionalliga. Die Herren-70 sind in die Südwest-Liga aufgestiegen. Die Damen-60 von Grün-Weiß Neustadt/Edenkoben sowie die Damen-50 des TC Rot-Weiß Neustadt treten in der Oberliga an. Der Abstieg bei den Herren-65 des TC Haßloch ist schon vor dem ersten Ballwechsel besiegelt. Die Medenrunde in der Tennis-Regionalliga Südwest startet für das Team von Mannschaftsführer Manfred Weitzel am Freitag, 3. Mai, um 13 Uhr, bei Grün-Weiß Mannheim. Die Haßlocher schafften im Vorjahr den Aufstieg aus der Südwest-Liga. Vier regionale Ligen gibt es. Nach der Hauptrunde folgt das Bundesfinale mit den vier Gruppensiegern. „Wir werden die Gruppe nicht gewinnen, selbst der Klassenverbleib ist vollkommen unmöglich“, sagt Weitzel. Schließlich flössen bei den anderen Vereinen einige Beträge, um sich die besten Altersklassen-Spieler zu sichern. Favorit ist für ihn Grün-Weiß Idstein. Weitzel: „An Punkt fünf spielt dort mit Gerd Dahmen ein dreifacher Europameister. Die anderen Plätze sind sogar noch stärker besetzt.“ Ein Verzicht auf den Aufstieg wäre aber nicht sinnvoll gewesen, sagt Weitzel. Denn das hätte den zwangsweisen Abstieg um gleich drei Spielklassen in die Verbandsliga bedeutet. „Das hätte uns noch weniger Spaß gemacht.“ Trotz der trostlosen Aussichten werde sein Team mit Freude spielen. Für den 68-jährigen ehemaligen Bezirksschornsteinfeger-Meister zählt die Gemeinschaft, die Bewegung an der frischen Luft. Selbst als er noch beruflich bis vor zwei Jahren aktiv gewesen sei, sei er fast immer auf dem Tennisplatz gewesen. „Der Tag hat ja 24 Stunden“, sagt er schmunzelnd. Er spielt seit 45 Jahren Tennis und ist mit den meisten seiner Teamgefährten seit Jahrzehnten zusammen. Natürlich sei früher der Erfolg wichtiger gewesen. Doch gewinnen wolle man noch immer, wenn auch nicht um jeden Preis. Heute wolle man eher schön spielen, fair bleiben und dem Gegner hinterher die Hand geben. Der Mannschaftsführer wird immer nach Abschluss der Freiluftsaison im Oktober gewählt. Weitzel: „Meine Aufgabe ist es, alle unter einen Hut zu bringen, Terminvorschläge zu machen und das Essen für die Gästespieler zu organisieren.“ Denn Gastfreundschaft ist oberstes Gebot. Während die Haßlocher Männer das Essen lieber abwechselnd von Gastronomen aus dem Großdorf liefern lassen, sind die Tennisspielerinnen für ihre Gäste laut Weitzel lieber in der eigenen Küche kreativ. „Wir Männer lassen kochen und liefern“, gesteht er. Immerhin eine Verstärkung hat seine Mannschaft zum Saisonstart bekommen: Bernd Flesner, einmal Nummer 112 in der deutschen Rangliste, wechselt nach der Auflösung seines Teams Rheindürkheim nach Haßloch. Doch er alleine werde das Ruder nicht herumreißen können. Weitzels Tipp für den Auftakt in Mannheim: eine 2:7-Niederlage. Auch für die Herren-70 des TC Haßloch wird nach dem Aufstieg von der Oberliga in die Südwest-Liga der Klassenverbleib schwer werden. Das Team von Mannschaftsführer Gerd Laque startet am Montag, 6. Mai, um 13 Uhr auf der eigenen Anlage gegen den SC SW Merzig. Am Sonntag, 5. Mai, spielen die Herren-60 des TC Haßloch um 14 Uhr in Steinfeld gegen den TC Bienwald. „Bei uns ist alles im grünen Bereich. Ziel ist nach Platz drei im Vorjahr der Klassenverbleib“, sagt Mannschaftsführer Günther Flach. Die Damen-60 der Spielgemeinschaft Grün-Weiß Neustadt/GW Edenkoben schlagen am Sonntag, 5. Mai, 14 Uhr, auf eigenem Gelände gegen den TC Niederwürzbach auf. Das Team von Spielführerin Ingrid Heyer-Braun ist in der vergangenen Saison noch in der Klasse Damen-50 angetreten. „Wir meldeten um. Jetzt sind wir auch da, wo wir altersmäßig hingehören und müssen uns zumindest nicht mehr gegen wesentlich jüngere Spielerinnen behaupten“, erklärt die 63-Jährige. Dennoch gelte es, konzentriert zu spielen. „Wer in unserem Alter noch Tennis in dieser Klasse spielt, spielt auch auf einem hohen Niveau“, weiß sie. Ihr Team hat sich in der neuen Runde zum Ziel gesetzt:„Hoffentlich müssen wir nicht um den Klassenverbleib kämpfen.“ Erst am 11. Mai steigen die Damen-50 des TC Rot-Weiß Neustadt in die Oberliga-Saison ein. Dann spielen sie um 12.30 Uhr auf eigenem Platz gegen den TC Rot-Weiß Neuwied.

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