Neustadt
Klares Votum für Giorgina Kazungu-Haß
Mit Kazungu-Haß, die bei der Landtagswahl 2016 das Direktmandat nicht gewonnen hatte, aber über die Landesliste in den Landtag kam, habe die Region „endlich wieder eine kräftige und sympathische Stimme in Mainz“, lobte der Unterbezirksvorsitzende Christoph Glogger. Der Neustadter Ortsvereinsvorsitzende Andreas Böhringer, sagte, dass Kazungu-Haß sich in Mainz für „unsere Interessen“ einsetze, sich für alle Themen engagiere und überall dabei sei.
Böhringer gab der 42-jährigen Kazungu-Haß und dem 51-jährigen Schick in einer Gesprächsrunde die Möglichkeit sich zu präsenteren. Kultur, Wissenschaft, Bildung, Weiterbildung und Tourismus nannte Kazungu-Haß als Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit. Auf diese Bereiche entfalle etwa ein Drittel des Landeshaushalts, und es habe sich seit 2016 „wahnsinnig viel getan“. So seien die Ausgaben für Kultur um zehn Prozent gesteigert, sei die „Kulturlandschaft neu sortiert“ und den Beteiligten mehr Mitspracherecht eingeräumt worden.
Wichtig: Menschen zu treffen
Als „ganz wichtig“ bezeichnete Kazungu-Haß ihre Mitarbeit an dem neuen Kindertagesstättengesetz, das „hochkomplex, aber gut durchdacht“ sei. Auch sei sie daran beteiligt, dass das Neustadter Krankenhaus Hetzelstift einen Neubau errichten kann.
Die „Begegnung mit Menschen“ bezeichnete Kazungu-Haß als ihre wichtigste Erfahrung als Landtagsabgeordnete. Sie habe viele Veranstaltungen besucht, Leute getroffen und Gespräche geführt. Viele würden sich auch mit persönlichen Angelegenheiten an sie wenden. „Das rührt mich echt“ und ihr sei noch deutlicher bewusst geworden, „wie viel Verantwortung das Amt bedeutet“.
Auch zur Corona-Pandemie äußerte sich die Landtagsabgeordnete: Den Menschen müsse klar sein, dass nicht die Politik, sondern das Virus ihre Grundrechte einschränke. Lockerungen seien kein Geschenk, sondern die Menschen bekämen ihre Rechte wieder.
Lob auch für Schick
Lob für Kazungu-Haß gab es vom pfälzischen SPD-Vorsitzenden Alexander Schweitzer: Sie sei über die Maßen engagiert, hervorragend vorbereitet, sehr kommunikativ, eine Kämpferin und setze sich für die Kulturszene in der Region ein. Den Ersatzkandidaten Schick bezeichnete Schweitzer als engagierten Kommunalpolitiker.
Er sehe sich „als Ersatzspieler, dessen Aufgabe es ist, die Mannschaft auf dem Feld zu unterstützen“, sagte Schick, Ortsvorsteher von Lachen-Speyerdorf und Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion. „Wir sind ein verdammt gutes Team“, so Kazungu-Haß, ein Team zu dem die führenden Sozialdemokraten in der Region gehörten: „Die Menschen merken, dass wir authentisch sind, und dass wir gute Politik machen.“
Die Delegierten sprachen sich einstimmig dafür aus, dass nicht nur Kazungu-Haß und Schick sich um einen Platz auf der Landesliste bewerben, sondern auch die Lambrechterin Martina Wode-Buser.