Neustadt Kirchenpatron mit Trauben geschmückt

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Morgen, Sonntag, feiert die Kirchengemeinde in Niederkirchen den traditionsreichen St. Pantaleonstag. Der Heilige zählt zu den 14 Nothelfern.

Obwohl Sankt Martin der Hauptpatron der Niederkirchener Kirche ist, wird Pantaleon als zweiter Kirchenpatron und vor allem als „Weinheiliger von Niederkirchen“ verehrt. Nach einer Überlieferung soll der heilige Pantaleon die Bevölkerung 1666 von der im Bereich Deidesheim und Niederkirchen grassierenden Pest befreit haben. Seit dieser Zeit feiert das Weindorf das Pantaleonsfest mit einer Besonderheit, auf die die Niederkirchener stolz sind. Denn die Pantaleonsstatue wird mit den ersten reifen Trauben geschmückt. Diese Niederkirchener Tradition kann auch in diesem Jahr fortgesetzt werden, obwohl die Frühjahrs- und Folgetemperaturen den Reifeprozess der Trauben stark beeinträchtigt haben. Dennoch kann die Pantaleonsstatue mit heimatlichen Trauben geschmückt werden. Und zwar mit Tafeltrauben von der Sorte „Perle von Czaba“, die an geschützter Stelle an einem über 60-jährigen Rebstock beim Winzerhaus Josef Weisbrodt reiften. Die Pfarrkirche in Niederkirchen besitzt im Übrigen eine Pantaleonsglocke, die als einzige beide Weltkriege überstanden hat. Auch wird dort ein eigenes Pantaleonslied gesungen. Dass der Niederkirchener Weinheilige auch in den USA bekannt wurde, ist einem amerikanischen katholischen Besatzungssoldaten zu danken, der 1945 zwei Monate in Deidesheim einquartiert war und kirchliche Besonderheiten festhielt. So berichtete dieser GI in seinem späteren Berufsleben als Hochschullehrer und Abgeordneter des Staates Michigan zu Hause in Vorträgen über deutsche Wallfahrtsorte und deren Bedeutungen. Thema war dabei auch der Traubenheilige Pantaleon in Niederkirchen. TERMIN Sonntag, 24. Juli, 10 Uhr Festgottesdienst. 18 Uhr festliche Andacht zu Ehren des heiligen Pantaleon mit Patronatslied und eucharistischem Segen. |rr

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